Erklärung des Vorsitzenden des Vorstands der METRO AG, Dr. Eckhard Cordes

9. Oktober 2011

Ich habe heute dem Aufsichtsrat und den Mehrheitsgesellschaftern des Unternehmens mitgeteilt, dass ich für eine Verlängerung meines bis zum 31.10.2012 laufenden Vertrags nicht mehr zur Verfügung stehe. 

Ich verbinde diese für mich schwierige Entscheidung mit meinem Dank an die Mehrheitsgesellschafter, die Familien Haniel und Schmidt-Ruthenbeck, die meine Vertragsverlängerung ausdrücklich unterstützt und in mehreren Gesprächen mit mir auch gewünscht haben. Darüber hinaus weiß ich die vielfältige Unterstützung von anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie Vertretern im Kapitalmarkt zu schätzen. 

Allerdings bin ich durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen und Monate zu dem Schluss gekommen, dass eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Spitze der METRO AG nicht mehr gegeben ist. So sind - durch welche Seite auch immer getrieben - immer wieder Spekulationen zu meiner Vertragsverlängerung in die Öffentlichkeit gelangt, die sowohl dem Unternehmen als auch den Mehrheitsgesellschaftern und meiner Person zu schaden drohten. Ein Unternehmen braucht aber ein vertrauensvolles Zusammenwirken und ein Höchstmaß an Geschlossenheit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Interessen Einzelner, auch meiner eigenen, haben hinter dem Wohlergehen des Unternehmens zurückzustehen. 

Es wäre fatal für die weitere Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, wenn der eingeschlagene erfolgreiche Kurs der Neuausrichtung der Metro und die Rückkehr auf einen profitablen Wachstumskurs durch ein nicht mehr vorhandenes Vertrauensverhältnis in Frage gestellt würden. Wir haben im Vorstand sowie gemeinsam mit dem Aufsichtsrat seit 2007 zentrale Weichenstellungen für eine neue Metro eingeleitet und umgesetzt und mit diesen Maßnahmen im vergangenen Jahr das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt. 

Das Unternehmen ist damit auf dem richtigen Weg und es geht jetzt sicherlich auch um einen Anstoß für eine generationenmäßige Erneuerung der Führungsspitze, um mit neuen, jüngeren Kräften diesen Weg unumkehrbar zu machen.