METRO Group hilft Haiti: Erster Sonderflug mit Hilfsgütern für Opfer des Erdbebens startet

22. Februar 2010

  • Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, und Konzernchef Dr. Eckhard Cordes verabschieden Hilfstransport
  • Insgesamt über 125 Tonnen Hilfsgüter von Metro-Vertriebslinien für Haiti – Sachmittel und Spende im Wert von einer Million Euro
  • Start des zweiten Sonderflugs für Anfang März geplant

Die METRO Group hat heute eine der größten Hilfsaktionen in der Geschichte des Unternehmens gestartet. Am Airport Düsseldorf verabschiedeten Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, und Konzernchef Dr. Eckhard Cordes den ersten METRO-Group-Sonderflug zugunsten der Erdbebenopfer in Haiti. Die Frachtmaschine ist gefüllt mit Hilfsgütern, zur Verfügung gestellt von Metro Cash & Carry, Real, Media Markt und Saturn, Galeria Kaufhof sowie der Immobiliengesellschaft METRO Group Asset Management. Erstmals in der Geschichte der METRO Group haben alle Vertriebslinien in dieser Form für eine gemeinsame Hilfsaktion zusammengearbeitet. Der Start eines zweiten Sonderflugs ist Anfang März geplant. Gesamtwert der insgesamt über 125 Tonnen umfassenden Hilfe: eine Million Euro. 

Bärbel Dieckmann, Präsidentin des Kooperationspartners Welthungerhilfe, lobt das humanitäre Engagement der METRO Group: "Die Hilfe ist außergewöhnlich und bemerkenswert. Gerade jetzt, da viele Berichterstatter das Land wieder verlassen haben, ist die Bevölkerung in den nächsten Monaten dringend auf unsere dauerhafte Unterstützung angewiesen. Die METRO Group geht mit gutem Beispiel voran." 

Bei der Zusammenstellung des Transports hat Deutschlands größtes Handelsunternehmen eng mit der Welthungerhilfe kooperiert. Die gemeinnützige Organisation stellte zusammen, was die Überlebenden der Katastrophe vom 12. Januar am nötigsten brauchen. Beladen wurden die METRO-Group-Sondermaschinen unter anderem mit Zelten, Dieselgeneratoren, Satellitentelefonen, Werkzeugen, Hygieneartikeln, Kochtöpfen sowie Schulbedarf von Lehrmitteln bis Stiften und Spielzeug für die Kinder des Landes. 

"Die Bilder der Zerstörung und das Leiden der Menschen in Haiti haben uns schwer erschüttert", sagt Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO Group. "Als Unternehmen, das gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt, stand für uns sofort fest, dass wir den Menschen in der Katastrophenregion helfen werden. Wir wollen einen wirksamen Beitrag zum Wiederaufbau leisten." Cordes lobt das Engagement und die spontane Hilfsbereitschaft der METRO-Group-Beschäftigten. "Wir mussten niemanden bitten, etwas zu unternehmen. Alle wollten von sich aus unmittelbar helfen." Der Konzernchef bedankte sich zudem für die unbürokratische Zusammenarbeit mit der Lufthansa Cargo Charter, die die Hilfsgüter zum Selbstkostenpreis transportiert sowie mit dem Flughafen Düsseldorf, der Start-/Landentgelte, Abfertigungsgebühren, Kosten der Enteisung sowie die weiteren organisatorischen Kosten dort übernimmt.  

Christoph Blume, Sprecher der Flughafengeschäftsführung: "Bei den Menschen in der Katastrophenregion Haiti herrscht auch einen Monat nach dem schweren Erdbeben noch große Not. Daher ist es für uns selbstverständlich, die METRO Group bei ihren Hilfsflügen in die betroffene Region zu unterstützen." "Lufthansa Cargo Charter unterstützt seit jeher Hilfsgüterflüge in Katastrophengebiete", sagt Geschäftsführer Reto R. Hunziker. "Wir führen Hilfsgüterflüge in der Regel zum Selbstkostenpreis durch. Hilfsorganisationen durch vernünftige Preise die Möglichkeit zu geben, schnell möglichst viele Hilfsgüter in das betroffene Gebiet zu fliegen, sehen wir als unseren Beitrag für die Betroffenen." 

Für den ersten Hilfstransport nach Haiti hat die METRO Group eine MD11-Frachtmaschine gechartert. Anfang März ist der Start einer zweiten MD11 am Flughafen Frankfurt geplant. Die Koordination des gesamten Transports übernimmt die Metro-eigene Logistikgesellschaft MGL METRO Group Logistics. 

Bei der Zusammenstellung der Hilfsgüter leisteten alle Vertriebslinien der METRO Group einen Beitrag. So stellten die Großmärkte von Metro Cash & Carry unter anderem rund 200 Zelte, 8.000 Plastikplanen, 4.000 Hacken und Werkzeuge sowie rund 15.000 Besteck-Sets zur Verfügung. Real steuerte Hygieneartikel wie 36.000 Seifen, 15.000 Zahnbürsten, Einmalrasierer und Windeln bei – außerdem 3.000 Fußbälle für die traumatisierten Kinder in Haiti, weitere 2.400 Bälle kommen von Galeria Kaufhof. Das Warenhaus stellte zudem 4.000 Kochtöpfe, 3.000 Decken und Schulbedarf wie Ranzen, Blocks und Stifte zur Verfügung. Media Markt und Saturn spendeten 8.000 Taschenlampen und mehrere Satellitentelefone. Die Immobiliengesellschaft METRO Group Asset Management stellte über 20 dieselbetriebene Notstromgeneratoren zur Verfügung. 

Die Verteilung der Hilfsgüter wird in Haiti von der Welthungerhilfe übernommen. Sie werden an den beiden Welthungerhilfe-Standorten in Jacmel und Petit Goave südwestlich von Port-au-Prince verteilt werden. Damit ist sichergestellt, dass die Hilfe auch direkt bei den Leidtragenden des Erdbebens ankommt. 

Die METRO Group zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 66 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 33 Ländern an über 2.100 Standorten tätig und beschäftigt rund 300.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO Group basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry – international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn – europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.