METRO GROUP eröffnet Kindertagesstätte in Bangladesh

5. Mai 2010

  • Kooperation mit dem nationalen Verband der Textilfabrikanten
  • Projekt unterstützt berufstätige Mütter aus der Textilindustrie und trägt zur nachhaltigen Verbesserung von Sozialstandards bei
  • Einrichtung bietet Platz für 60 Kinder aus der Region Narayanganj nahe der Hauptstadt Dhaka

Die METRO GROUP wird gemeinsam mit dem nationalen Verband der Textilfabrikanten von Bangladesh (BKMEA) eine moderne Tagesstätte für bis zu 60 Kinder errichten. Das sieht ein Vertrag vor, den Unternehmens- und Verbandsvertreter Ende April unterzeichnet haben. Ziel des Projekts ist es, Beruf und Familie für Mütter, die in der Textilindustrie tätig sind, besser zu vereinbaren. Die METRO GROUP will mit der Einrichtung einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Sozialstandards ihrer Lieferanten leisten. 

Die Kindertagesstätte soll bis Juli dieses Jahres in der Region Narayanganj nahe der Hauptstadt Dhaka errichtet werden, wo rund 300 Textilfabriken ansässig sind. Im Gegensatz zu anderen Kindertagesstätten, die primär eine Aufsichtsfunktion für die Kinder übernehmen, setzt die Einrichtung einen Schwerpunkt auf Erziehung und Lernen. Auf diesem Weg soll sie als zentraler Anlaufpunkt der Gemeinschaft etabliert werden. Die Einrichtung bietet zunächst Platz für 60 Kinder. Sie werden in vier Altersgruppen eingeteilt, um eine angemessene Betreuung zu ermöglichen. Das Angebot der Kindertagesstätte umfasst darüber hinaus Kurse, die sich auch an Mütter richten. Themen der Kurse sind unter anderem Gesundheitsvorsorge, Hygiene und Geburtenkontrolle. "Diese Kindertagesstätte wird ein Leuchtturmprojekt, daran arbeiten wir mit großer Energie. Es wird Standards setzen, an denen sich hoffentlich weitere Unternehmen im Land orientieren werden", sagt Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO GROUP. 

Als Gründungsmitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI) setzt sich die METRO GROUP dafür ein, grundlegende Menschenrechte in ihrer Prozesskette zu wahren. "Dies ist sicherlich nicht der leichtere Weg. Aber wir stellen uns unserer Verantwortung und dem Dialog mit unseren Kritikern", sagt Cordes. "Die METRO GROUP sieht wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung als zwei Seiten einer Medaille: Nur ein profitables Unternehmen kann auch ein soziales Unternehmen sein." 

Die METRO GROUP kooperiert im Rahmen des Projekts mit der BKMEA, einer der bedeutendsten Vereinigungen der Textilindustrie in Bangladesh. "Wir wollen für die arbeitenden Frauen einen echten Mehrwert schaffen und dazu beitragen, ihre Lebensqualität zu verbessern", erklärt Fazlul Hoque, Präsident der BKMEA. Die Tagesstätte sei wegweisend für die Kinderbetreuung in Bangladesh. Als erster Branchenverband des Landes schaffe die BKMEA eine zentrale Einrichtung dieser Art für ihre Arbeiter, so Fazlul Hoque. 

Die BKMEA (Bangladesh Knitwear Manufacturers & Exporters Association) vertritt die Strickwarenindustrie von Bangladesh. Der bedeutendste Exportsektor des Landes hat im Geschäftsjahr 2008-2009 Waren im Wert von 6,4 Mrd. US-Dollar ausgeführt. Das entspricht rund 42 Prozent der gesamten Exporterlöse. Insgesamt arbeiten rund 1,2 Millionen Menschen in der Textilindustrie, davon sind 70 Prozent Frauen. Die BKMEA versteht sich als Förderer der Branche und übernimmt primäre Aufgaben ebenso wie Entwicklungsarbeit, zum Beispiel in den Bereichen Marktförderung, Politikstrategie, Leitlinien, Produktivitätsverbesserungen, Sozialstandards und Ausbildung.