Neue Einkaufsstrategie von Metro Cash & Carry stärkt kleine Produzenten

4. März 2011

  • Großhändler schafft ab 2012 nachgelagerte Vergütungen bei bestimmten Produkten ab
  • Günstiger und qualitativ hochwertiger: direkter Einkauf bei Produzenten
  • Bessere Produktauswahl und -qualität durch vermehrte Zusammenarbeit mit lokalen und spezialisierten Herstellern

Metro Cash & Carry stärkt ab 2012 mit der Neuausrichtung seiner Einkaufsstrategie kleine Lebensmittelproduzenten und erhöht Warenvielfalt und Produktqualität für die Kunden. Hierfür setzt der Großhändler eine Reihe von Maßnahmen im Einkauf bei sogenannten Ultra-Frische-Produkten - also Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch - um. Durch die Veränderungen wird die direkte Zusammenarbeit mit kleineren, lokalen Produzenten ausgebaut und damit vielfältigere Sortimente ebenso wie bessere Qualität und Preise gewährleistet. 

Im Kern steht, dass der Düsseldorfer Großhändler bei Ultra-Frische-Produkten nachgelagerte Vergütungen (sogenanntes Later Income) abschafft und zugleich zentrale Beschaffungsstandorte für den direkten Einkauf aufbaut. Damit richtet das Unternehmen seine Einkaufsstrategie noch stärker an den Bedürfnissen seiner Kunden und lokalen Produzenten aus. Insbesondere kleine Lieferanten profitieren von den Maßnahmen: Sie gewinnen Sicherheit und Planbarkeit. Gleichzeitig erhöht sich ihr Spielraum für neue Investitionen. Der Aufbau neuer Lieferbeziehungen zu Metro Cash & Carry wird für kleine Hersteller ebenfalls einfacher – was wiederum die Angebotsvielfalt insbesondere bei lokalen Produkten für die Kunden erhöht. 

Wie im Markt üblich, berechnet Metro Cash & Carry seinen Lieferanten am Jahresende oftmals nachgelagert eine Rückvergütung auf den ursprünglich vereinbarten Einkaufspreis von Waren. Voraussetzung hierfür ist, dass sich beispielsweise über das Jahr gesehen die Abnahmevolumina gesteigert, Lebensmittelpreisschwankungen zu Preissenkungen geführt haben oder die Warenverfügbarkeit sich geändert hat. Diese Rückvergütung schafft Metro Cash & Carry nun bei Produkten aus dem Bereich Ultra-Frische ab und entlastet damit insbesondere kleine Bauern, Produzenten und Lieferanten. Bei diesen Produkten gibt es die größte Zahl an kleinen lokalen Betrieben, die Metro Cash & Carry direkt beliefern. Dies bedeutet für die Lieferanten, dass sie beispielsweise für unterjährig getroffene Sondervereinbarungen oder Preisabweichungen aufgrund von Lebensmittelpreisschwankungen keine Rückstellungen mehr bilden müssen – sie haben größere Planungssicherheit und Liquidität. 

Zugleich führt Metro Cash & Carry für bestimmte Frischeprodukte zentrale Einkaufsbüros ein, über die das Unternehmen direkt vor Ort bei den Produzenten bezieht und damit Zwischenhändler reduziert, was den Einkaufspreis und letztlich auch die Preise für die Kunden senkt. Auch kann der Großhändler dadurch genau die Waren und Qualitätsstufen erhalten, die er braucht. Im ersten Schritt wird ein Netz von fünf zentralen Beschaffungsstandorten aufgebaut, die den Einkauf bestimmter Produktgruppen an insgesamt 13 Orten weltweit – von Südamerika bis Ozeanien – steuern sollen. Vier dieser Einkaufsbüros sind bereits eröffnet. Gerade im Ultra-Frische-Bereich arbeitet das Unternehmen mit lokalen Farmern und Produzenten direkt zusammen. 

Mit den geänderten Modalitäten im Einkauf kommt Metro Cash & Carry auch den Forderungen der Politik in einigen Ländern entgegen, aktiv an einer Stabilisierung der Preisniveaus im Lebensmittelbereich sowie an der Unterstützung klein- und mittelständischer Betriebe mitzuarbeiten. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 33 Ländern an über 2.100 Standorten tätig und beschäftigt rund 290.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry – international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real-SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn – europäischer