METRO GROUP und UNIDO erweitern ihr Bündnis für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung

2. September 2011

 

 

  • Dr. Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO AG, und UNIDO-Generaldirektor Dr. Yumkella unterzeichnen Verlängerung der Kooperationsvereinbarung
  • Schulungsprogramme für Erzeuger und Lieferanten in Indien und Russland gestartet; weitere Länder sollen in Kürze folgen
  • Trainingsinhalte umfassen künftig auch Sozial-, Umwelt- und Ethikstandards

Die METRO GROUP und die Organisation der Vereinten Nationen zur Förderung der industriellen Entwicklung (UNIDO) verstärken ihr gemeinsames Engagement für effizientere Lieferketten und eine bessere Lebensmittelversorgung. Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der METRO AG, und UNIDO-Generaldirektor Dr. Kandeh K. Yumkella, unterzeichneten in Düsseldorf eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Pilotprojekts in Ägypten wollen beide Partner nun den Umfang der Schulungsprogramme für Erzeuger und Lieferanten deutlich ausbauen und auf große Volkswirtschaften ausdehnen. Nachdem 2011 bereits neue Projekte in Indien und Russland gestartet wurden, sollen weitere Länder wie Kasachstan, China und Indonesien in Kürze folgen. Zudem werden die Trainingsinhalte um Sozial-, Umwelt- und Ethikstandards erweitert.

"Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern sind die lokalen Erzeuger und Lieferanten sehr wichtige Partner für uns, von denen wir einen Großteil unserer Waren beziehen. Eine optimierte Lieferkette ist entscheidend, um Nachernteverluste zu verringern und die Qualität der Ware zu steigern", erklärte Cordes zur Kooperationsvereinbarung. "Durch die gemeinsam mit der UNIDO durchgeführten Schulungsprogramme und Projekte können wir in erheblichem Maße zum wachsenden Wohlstand der Landwirte und kleinen Unternehmen vor Ort beitragen. Gleichzeitig sichern wir für unsere Kunden den Zugang zu qualitativ hochwertigen Waren."

"Unzureichende Handels- und Lieferkapazitäten, steigende Lebensmittelpreise und fehlende Kontrollen der Lebensmittelsicherheit und -qualität verhindern bis heute das Erreichen von zwei der wichtigsten entwicklungspolitischen Ziele: Die Bekämpfung der Armut und die Sicherung einer ausreichenden Ernährung für alle", betonte UNIDO-Generaldirektor Kandeh K. Yumkella. "Indem wir gemeinsam mit einem international erfahrenen Handelsunternehmen wie der METRO GROUP die Kapazitäten von Lieferanten entlang der Lieferketten entwickeln und diese schulen, werden die lokalen Lieferanten in die Lage versetzt, dauerhafte Geschäftsbeziehungen aufzubauen, um Zugang zu den nationalen Märkten und in einem weiteren Schritt auch zu den Exportmärkten zu erlangen."

METRO GROUP und UNIDO ziehen eine positive Bilanz ihres Pilotprojekts in Ägypten, das im Jahr 2010 gestartet wurde: Die Nachernteverluste konnten um bis zu 40 Prozent verringert werden, während sich die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel verbessert hat. Gleichzeitig führte die höhere Qualität der Ware auch zu Einkommenssteigerungen bei den lokalen Farmern und Lieferanten, für die sich neue Marktchancen aufgetan haben. In den vergangenen Monaten haben Experten der METRO GROUP und UNIDO ägyptische Kleinbauern und Lieferanten zu Themen wie Transport, Qualität, Lebensmittelsicherheit, Hygienebedingungen und Produktivität geschult. Basis für die Trainings sind die international anerkannten Qualitätsstandards der Global Food Safety Initiative (GFSI).

Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), begrüßte in seiner Rede in Düsseldorf das Engagement: "Moderne Entwicklungszusammenarbeit fördert die Selbsthilfe und trägt dazu bei, dass sich Menschen aus eigener Kraft aus der Armut befreien können. Auch die Entwicklungsromantiker können nicht bestreiten, dass es mehr Entwicklung nur mit mehr Wirtschaft gibt."

Um wirtschaftliche und soziale Strukturen in weiteren Schwellenländern zu fördern und dabei pragmatisch zur Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung beizutragen, haben METRO GROUP und UNIDO nun auch gemeinsame Projekte für größere Volkswirtschaften als Ägypten vereinbart. Bereits dieses Jahr wurden die ersten Schulungsprogramme in Russland und Indien gestartet. In einem weiteren Schritt stehen Länder wie Kasachstan, China und Indonesien auf dem Projektplan. Dabei sollen den Kleinbauern und Lieferanten neben Qualitätskriterien verstärkt auch soziale Aspekte wie die Einhaltung sicherer und fairer Arbeitsbedingungen sowie ethische und umwelttechnische Standards vermittelt werden. Zudem wird das Engagement auf den Nichtlebensmittelsektor ausgedehnt. Die Kooperation von METRO GROUP und UNIDO steht auch weiteren Partnern offen.

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung lud die METRO GROUP zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion über die Chancen und Grenzen von Nachhaltigkeits-Projekten ein. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Medien und Gesellschaft diskutierten Cordes und Yumkella mit dem Regisseur und Filmemacher Valentin Thurn ("Die Essensvernichter") und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorstand der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Möglichkeiten, wie sich durch gemeinsame Verantwortungspartnerschaften von Unternehmen und Politik mehr Wohlstand schaffen lässt.

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 33 Ländern an über 2.100 Standorten tätig und beschäftigt rund 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real-SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.

Die UNIDO ist die einzige Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die die industrielle Entwicklung zur Linderung der Armut, zur niemanden ausschließenden Globalisierung und zu einer gesunden Umwelt fördert. Die Organisation ist ein maßgeblicher, spezialisierter und effizienter Anbieter von wichtigen Dienstleistungen bei der Unterstützung der miteinander verbundenen Herausforderungen der Reduzierung der Armut durch produktive Tätigkeit, der Förderung der Integration von Schwellenländern in den globalen Handel durch Aufbau von Handelskapazitäten, der Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit in der Industrie und der Verbesserung des Zugangs zu Energie. Weitere Informationen unter: www.unido.org