Metro steigert Ergebnis trotz schwierigem Umfeld

3. November 2011

  • EBIT vor Sonderfaktoren steigt deutlich auf 1.066 Mio. € (9M 2010: 915 Mio. €)
  • Umsatz erreicht in den ersten drei Quartalen 47,2 Mrd €
  • Positive Umsatzentwicklung in Deutschland (bereinigt um Standortabgaben)
  • Metro Cash & Carry steigert Umsatz in Landeswährung um 1,4%
  • Ergebnisprognose 2011 präzisiert: Wachstum um rund 10% bei deutlich besserem Weihnachtsgeschäft erreichbar; Anstieg mindestens im Rahmen der Markterwartung von 5% bei normalem Verlauf

Die METRO GROUP hat in den ersten drei Quartalen 2011 ihr betriebliches Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren um 16,5% auf 1.066 Mio. € deutlich gesteigert. Der Umsatz der METRO GROUP ging im gleichen Zeitraum um 0,6% auf 47,2 Mrd. € zurück. In Landeswährung lag der Umsatz nur leicht um 0,2% unter dem Vorjahreswert. Damit hat die METRO GROUP ihr Umsatzniveau trotz verschiedener gegenläufiger Entwicklungen gehalten. "Wir haben in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld unser Ergebnis erneut deutlich gesteigert. Dies verdeutlicht die wirtschaftliche Stärke der METRO GROUP", sagte der Vorstandsvorsitzende der METRO AG, Dr. Eckhard Cordes. "Wie angekündigt können wir auch bei Media-Saturn wieder eine positive Ergebnisentwicklung vorweisen. Der weitere Ausbau des Online-Geschäfts wird auch den Umsatz beflügeln."

Der Umsatz der METRO GROUP ging von Januar bis September 2011 um 0,6% auf 47,2 Mrd. € zurück (9M 2010: 47,5 Mrd. €). In Landeswährung lag der Umsatz mit 0,2% nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Dabei wurde die Umsatzentwicklung durch verschiedene Effekte beeinträchtigt. Dazu zählen die mit der schwierigen makroökonomischen Lage in Westeuropa verbundene Konsumzurückhaltung, die europäische Währungskrise, negative Wechselkurseffekte in Osteuropa, Standortschließungen, die Abgabe unprofitabler Geschäftsbereiche, der Ausbau preisgünstigerer Eigenmarken, die Einschränkung der Marketingmaßnahmen bei Media-Saturn sowie die gezielte Reduzierung unprofitabler Warengruppen bei Metro Cash & Carry und Galeria Kaufhof.

Der Umsatz im 3. Quartal 2011 ging um 2,0% auf 16,0 Mrd. € zurück (in Landeswährung: -0,7%). Neben der hohen Vorjahresbasis wurde die Umsatzentwicklung insbesondere durch die Abgabe von Saturn Frankreich und Metro Cash & Carry Marokko beeinträchtigt.

In Deutschland lag der Umsatz von Januar bis September 2011 um 1,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Auch hier machten sich die hohe Vorjahresbasis sowie Standortschließungen bemerkbar. Bereinigt um Standortschließungen lag der Umsatz über dem Vorjahresniveau. Im 3. Quartal ging der Umsatz leicht um 0,5% zurück.

In Westeuropa verminderte sich der Umsatz von Januar bis September 2011 um 2,6% auf 14,8 Mrd. € (in Landeswährung: -3,2%). Im 3. Quartal ging der Umsatz um 4,5% zurück. Das schwierige makroökonomische Umfeld beeinträchtigte insbesondere den Umsatz mit Unterhaltungselektronik.

Der Umsatz in Osteuropa wuchs von Januar bis September 2011 um 1,0% auf 12,1 Mrd. €. Allerdings wurde diese Entwicklung durch eine ungünstige Wechselkursentwicklung gedämpft. In Landeswährung fiel das Umsatzwachstum mit +2,9% deutlicher aus. Im 3. Quartal sank der Umsatz um 2,3%, aber stieg in Landeswährung um 2,0%. Insbesondere die rückläufige Umsatzentwicklung in Polen verhinderte ein höheres Wachstum. Dagegen legte der Umsatz in Russland weiterhin zweistellig zu.

Asien/Afrika war unverändert die am schnellsten wachsende Region. Der Umsatz stieg von Januar bis September 2011 deutlich um 11,4% auf 2,2 Mrd. €, in Landeswährung sogar um +15,8%. Im 3. Quartal stieg der Umsatz um 5,9% (in Landeswährung: +12,1%).

Umsatz METRO GROUP
(in Mrd. €)
9M 2010 9M 2011 Veränderung Veränderung in
Landeswährung
Umsatz 47,5 47,2 -0,6% -0,2%
Deutschland 18,3 18,0 -1,3% -1,3%
Westeuropa (ohne D) 15,2 14,8 -2,6% -3,2%
Osteuropa 12,0 12,1 1,0% 2,9%
Asien/Afrika 2,0 2,2 +11,4% +15,8%

Das EBIT vor Sonderfaktoren von Januar bis September 2011 stieg um 16,5% auf 1.066 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich vor Sonderfaktoren um 14,0% auf 557 Mio. €. Das Periodenergebnis erreichte vor Sonderfaktoren 334 Mio. € (+5,0%). Das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis (nach Sonderfaktoren) erreichte 227 Mio. € nach 176 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren stieg um 11,1% auf 0,90 €.

  Vor Sonderfaktoren Nach Sonderfaktoren
Ergebnis METRO GROUP (in Mio. €) 9M 2010 9M 2011 9M 2010 9M 2011
EBIT 915 1.066 794 972
Ergebnis vor Steuern 489 557 368 463
Periodenergebnis 318 334 229 266
Ergebnis je Aktie 0,81 € 0,90 € 0,54 € 0,69 €

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt die METRO GROUP die geänderte Umsatzprognose und erwartet (bereinigt um Portfolioänderungen) einen Umsatz über dem Vorjahresniveau. Dabei werden eine deutliche Belebung des Umsatzverlaufs im 4. Quartal und keine weitere nachteilige Veränderung der Wechselkurse vorausgesetzt. Weiterhin wird unterstellt, dass die fiskalpolitischen Maßnahmen zur Stabilisierung der öffentlichen Haushalte in den umsatzstarken Märkten weitestgehend implementiert wurden.

Die METRO GROUP hält ein Ergebniswachstum vor Sonderfaktoren im Gesamtjahr von rund 10% weiterhin für erreichbar (Basis: EBIT vor Sonderfaktoren 2010: 2.415 Mio. €). Allerdings ist dieses Ziel mit erhöhten Risiken behaftet. Dazu zählen die gestiegene Unsicherheit infolge der europäischen Staatsschuldenkrise und die abflachende Konjunktur. Zudem setzt die Erreichung des Ergebnisziels voraus, dass das Weihnachtsgeschäft deutlich besser als im Vorjahr verläuft. 2010 war das Weihnachtsgeschäft auch witterungsbedingt beeinträchtigt. Unabhängig davon geht die METRO GROUP davon aus, dass die Shape-Maßnahmen im 4. Quartal ihre positive Wirkung weiter entfalten werden. Deshalb rechnet die METRO GROUP auch bei einem normalen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts gegenüber dem schwachen Vorjahr mit einer Ergebnissteigerung für 2011 mindestens im Rahmen der aktuellen Markterwartung von 5%.

Entwicklung der Geschäftssegmente

Metro Cash & Carry steigert Umsatz auch flächenbereinigt

Der Umsatz von Metro Cash & Carry stieg von Januar bis September 2011 um 0,4% auf 22,6 Mrd. € (in Landeswährung: +1,4%). Das Umsatzwachstum wurde gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch den Marktaustritt aus Marokko beeinträchtigt. Ohne Marokko betrug das Umsatzwachstum 1,1%. Der Anteil der Eigenmarken legte deutlich auf 15,6% zu (9M 2010: 13,1%). Der Umsatz im Liefergeschäft stieg dynamisch um über 40% auf 1,2 Mrd. €. Im 3. Quartal 2011 ging der Umsatz von Metro Cash & Carry vor allem bedingt durch Wechselkurseffekte um 1,2% auf 7,7 Mrd. € zurück; in Landeswährung erhöhte sich der Umsatz um 0,9%. Im Juli 2011 startete in acht Ländern das Pilotprojekt Customer Centricity, bei dem einzelne Standorte mehr unternehmerische Verantwortung erhalten, um besser auf die regional unterschiedlichen Bedürfnisse der Gewerbetreibenden eingehen zu können.

In Deutschland ging der Umsatz von Januar bis September aufgrund von Standortabgaben im Vorjahr um 3,1% auf 3,7 Mrd. € zurück, erreichte flächenbereinigt aber das Niveau des Vorjahreszeitraums. Das margenschwache Geschäft mit Tabakwaren und Telefonkarten wurde weiter reduziert. Bereinigt um diese Warengruppen stieg der flächenbereinigte Umsatz um 2,1%. Zur Förderung des wichtigen Belieferungsgeschäfts wurde ein neues regionales Zustelldepot im Ruhrgebiet in Betrieb genommen.

Der Umsatz in Westeuropa ging von Januar bis September 2011 um 0,8% auf 8,6 Mrd. € zurück (in Landeswährung: -0,7%). In Osteuropa wuchs der Umsatz in einem sehr heterogenen Marktumfeld um 1,4% auf 8,3 Mrd. € (in Landeswährung: +3,1%). Während die Umsätze in Polen und Rumänien weiterhin rückläufig waren, verzeichnete Russland erneut ein zweistelliges Wachstum. Der Umsatz in Asien/Afrika wuchs um 8,7% auf 2,0 Mrd. € (in Landeswährung: +13,4%). Dabei wurde der Marktaustritt aus Marokko von einem starken Umsatzwachstum in Asien deutlich überkompensiert. Bis auf Japan konnte der Umsatz in allen Ländern dieser Region flächenbereinigt zweistellig zulegen.

Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg in den ersten neun Monaten 2011 um 47 Mio. € auf 569 Mio. € (9M 2010: 522 Mio. €). Der Ergebnisanstieg beruht vor allem auf Margenverbesserungen im Rahmen von Shape 2012. Auch nach Sonderfaktoren stieg das EBIT deutlich um 70 Mio. € auf 527 Mio. €.

Metro Cash & Carry 9M 2010
(in Mrd. €)
9M 2011
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in
Landeswährung
Umsatz 22,5 22,6 0,4% 1,4%
Deutschland 3,8 3,7 -3,1% -3,1%
Westeuropa (ohne D) 8,6 8,6 -0,8% -0,7%
Osteuropa 8,2 8,3 1,4% 3,1%
Asien/Afrika 1,8 2,0 8,7% 13,4%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 522 Mio. 569 Mio. 47 Mio. €  

Real Deutschland steigert flächenbereinigten Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz von Real ging von Januar bis September 2011 um 1,7% auf 8,1 Mrd. € zurück (in Landeswährung: -1,2%). Im 3. Quartal erreichte der Umsatz flächenbereinigt das Niveau des Vorjahres.

In Deutschland verringerte sich der Umsatz von Januar bis September 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch Standortabgaben um 1,3% auf 6,0 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 0,5%. Im dritten Quartal zeigte sich eine weitere Trendverbesserung. Der flächenbereinigte Umsatz legte um 0,7% zu. Die Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität wurden weiter umgesetzt. Der Eigenmarkenanteil stieg auf 15,0% (9M 2010: 14,4%). Das deutsche Ladennetz mit 316 Standorten wurde seit 2007 zu rund 75% modernisiert. Der Real-Onlineshop bietet inzwischen über 10.000 Artikel und verzeichnet monatlich rund 1,5 Mio. Besucher, mit klar steigender Tendenz. Reals Multi-Channel-Strategie wird um den jetzt zweiten eigenständigen Real Drive-Standort ergänzt, der Anfang Oktober in Köln eröffnet wurde. Ebenfalls seit Oktober können Real-Kunden über das Online-Bewertungsportal für Eigenmarken auch Einfluss auf das Sortiment nehmen. Der Umsatz in Osteuropa ging primär bedingt durch Währungseffekte um 2,8% auf 2,1 Mrd. € zurück. In Landeswährung sank der Umsatz um 0,8%. Der Umsatz im 3. Quartal lag in Landeswährung sogar über dem Vorjahresniveau.

Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich um 38 Mio. € auf 13 Mio. € und war damit bereits nach den ersten neun Monaten positiv (9M 2010: -25 Mio. €). Auch nach Sonderfaktoren verbesserte sich das EBIT um 46 Mio. € auf 5 Mio. € (9M 2010: -41 Mio. €).

Real 9M 2010
(in Mrd. €)
9M 2011
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in
Landeswährung
Umsatz 8,2 8,1 -1,7% -1,2%
Deutschland 6,0 6,0 -1,3% -1,3%
Osteuropa 2,2 2,1 -2,8% -0,8%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -25 Mio. € 13 Mio. € 38 Mio. €  

Media-Saturn steigert Ergebnis im 3. Quartal

In einem schwierigen Gesamtmarkt ging der Umsatz von Media-Saturn von Januar bis September 2011 um 1,1% auf 14,0 Mrd. € zurück (in Landeswährung: -1,5%). Insgesamt jedoch baute Media-Saturn die starke Marktposition in vielen Ländern Europas weiter aus. Der Internetumsatz inklusive des im März 2011 erworbenen Onlinehändlers Redcoon betrug 169 Mio. € (9M 2010: 43 Mio. €). Im 3. Quartal wurde der Umsatz von Redcoon erstmals konsolidiert und betrug 106 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich nachrichtlich (Q3 2011 vs. Q3 2010) ein Umsatzanstieg von 25%.

In Deutschland stieg der Umsatz von Januar bis September 2011 um 0,9% auf 6,3 Mrd. €. Das 3. Quartal zeigte eine deutliche Verbesserung. Der Umsatz wuchs im Wesentlichen durch die Erstkonsolidierung von Redcoon um 3,6%. Der flächenbereinigte Umsatz stieg trotz geringerer Werbeintensität um 0,2%. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Schärfung des Preisprofils zeigen erste Erfolge. Gefragt waren insbesondere weiße Ware, Flachbildfernseher sowie Notebooks. Auch die Eigenmarken werden von den Kunden verstärkt nachgefragt. In Köln wurde der Saturn am Hansaring mit einer der weltweit größten Entertainment-Abteilungen auf 3.000 m² wiedereröffnet. Neben dem Webshop saturn.de, der im Oktober startete, ist auch der Musikstreamingdienst JUKE bereits seit September online verfügbar. JUKE bietet gegen Bezahlung einen legalen Zugang zu einer umfangreichen Musikbibliothek von rund 13 Millionen Songs und wird von Saturn beworben.

In Westeuropa führte das schwierige konjunkturelle Umfeld zu einem spürbaren Umsatzrückgang. Der Umsatz von Januar bis September 2011 ging um 5,4% auf 6,0 Mrd. € zurück. Zudem führte die Abgabe der französischen Elektrofachmärkte zum 30. Juni 2011 zu einem Umsatzrückgang. Im 3. Quartal hat sich das Branchenumfeld in Westeuropa weiter eingetrübt. Insbesondere in Spanien, Portugal und Italien führte dies zu einer merklichen Kaufzurückhaltung. Dagegen legte der Umsatz in Belgien und den Niederlanden zu.

In Osteuropa stieg der Umsatz von Januar bis September 2011 um 4,3% auf 1,7 Mrd. €, in Landeswährung sogar um 6,8%. Flächenbereinigt war der Umsatz jedoch aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Konsumenten rückläufig.

In Asien betrug der Umsatz in den ersten drei Quartalen 61 Mio. €. In Shanghai eröffnete der vierte Media Markt. Die Kundenresonanz war weiterhin äußerst positiv.

Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 163 Mio. € (9M 2010: 246 Mio. €). Nach Sonderfaktoren sank das EBIT auf 157 Mio. € (9M 2010: 241 Mio. €). Im 3. Quartal stieg das EBIT vor Sonderfaktoren von 124 Mio. € auf 141 Mio. €. Der Ergebnisanstieg spiegelt die ersten Erfolge der Maßnahmen zur Kostenoptimierung sowie den Wegfall der operativen Verluste in Frankreich wider. Diese konnten die Anlaufverluste in China sowie die höheren Kosten für die Umsetzung der Multikanal-Strategie kompensieren.

Media-Saturn 9M 2010
(in Mrd. €)
9M 2011
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in
Landeswährung
Umsatz 14,2 14,0 -1,1% -1,5%
Deutschland 6,2 6,3 0,9% 0,9%
Westeuropa (ohne D) 6,3 6,0 -5,4% -6,8%
Osteuropa 1,6 1,7 4,3% 6,8%
Asien -- 61 Mio. -- --
EBIT (vor Sonderfaktoren) 246 Mio. € 163 Mio. € -83 Mio. €  

Galeria Kaufhof setzt Sortimentsoptimierung fort

Der Umsatz von Galeria Kaufhof ging von Januar bis September 2011 um 3,3% auf 2,3 Mrd. € zurück. Im 3. Quartal ging der Umsatz gegenüber einer starken Vorjahresbasis um 6,3% zurück.

In Deutschland verminderte sich der Umsatz von Januar bis September 2011 um 4,1% auf 2,1 Mrd. €. Die ungewöhnlich kühle Witterung im Juli und August hatte den Verkauf der Sommerware beeinträchtigt. Beim Verkaufsstart der Herbst- und Winterkollektion führten die ungewöhnlich warmen Temperaturen zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung. Galeria Kaufhof konnte sich dieser Entwicklung aufgrund des hohen Textilumsatzanteils nicht entziehen. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof in vielen Häusern die margenschwachen Media-Abteilungen zugunsten der Erweiterung rohertragsstarker Kernsortimente wie Fashion, Accessoires und Beauty aufgegeben. Die damit verbundenen Umbaumaßnahmen beeinträchtigten den Geschäftsverlauf. Am 7. Oktober 2011 startete der neue Online-Shop von Galeria Kaufhof. In Westeuropa stieg der Umsatz hingegen deutlich um 3,6% auf 0,2 Mrd. €.

Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte -40 Mio. € (9M 2010: -27 Mio. €). Nach Sonderfaktoren liegt das EBIT bei -55 Mio. € (9M 2010: -27 Mio. €).

Galeria Kaufhof 9M 2010
(in Mrd. €)
9M 2011
(in Mrd. €)
Veränderung
Umsatz 2,4 2,3 -3,3%
Deutschland 2,2 2,1 -4,1%
Westeuropa 0,2 0,2 3,6%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -27 Mio. € -40 Mio. € -13 Mio. €

Immobilien: METRO PROPERTIES platziert zweiten Immobilienfonds in Italien

Das Segment Immobilien umfasst die Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen. Zum 30. September 2011 befanden sich 680 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31.12.2010: 688). Im 3. Quartal 2011 wurden 20 italienische Standorte der Vertriebslinie Metro Cash & Carry in einen geschlossenen Immobilienfonds mit dem Namen "M Due" eingebracht und die Fondsanteile vollständig an institutionelle Investoren verkauft.

Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg auf 520 Mio. € (9M 2010: 401 Mio. €). Nach Sonderfaktoren erreichte das EBIT 513 Mio. € nach 399 Mio. € im Vorjahr. Durch die Immobilentransaktion in Italien stieg das EBIT vor Sonderfaktoren im 3. Quartal deutlich von 131 Mio. € auf 245 Mio. €.

Geschäftszahlen 3. Quartal 2011

Umsatz Q3 2010
(in Mrd. €)
Q3 2011
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in
Landeswährung
METRO GROUP 16,3 16,0 -2,0% -0,7%
Metro Cash & Carry 7,8 7,7 -1,2% 0,9%
Real 2,7 2,7 -1,8% -0,5%
Media-Saturn 4,8 4,7 -2,3% -2,2%
Galeria Kaufhof 0,8 0,8 -6,3% -6,3%
EBIT vor Sonderfaktoren Q3 2010
(in Mio. €)
Q3 2011
(in Mio. €)
Veränderung
METRO GROUP 445 614 37,9%
Metro Cash & Carry 252 276 9,7%
Real 1 24 --
Media-Saturn 124 141 12,9%
Galeria Kaufhof 7 -9 --
Immobilien 131 245 87,6%
Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 33 Ländern an über 2.100 Standorten tätig und beschäftigt rund 283.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real-SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.