METRO GROUP mit starkem Umsatzwachstum

3. Mai 2012

  • METRO GROUP steigert Umsatz um 2,2% (+2,6% in Landeswährung)
  • EBIT liegt belastet durch Investitionen in Umsatzwachstum bei -9 Mio. € (Q1 2011: 142 Mio. €)
  • Umsatz von Metro Cash & Carry steigt deutlich um 3,7%, in Deutschland flächenbereinigt um 3,8%
  • Umsatz von Real Deutschland legt flächenbereinigt um 4,8% zu
  • Onlineumsatz von Media-Saturn wächst von 19 Mio. € auf 166 Mio. €
  • Effizientere Hauptverwaltung geplant; stärkere Priorisierung der Investitionen
  • Umsatz- und Ergebnis-Ausblick 2012 bestätigt

Die METRO GROUP ist in einem wirtschaftlich nach wie vor angespannten Umfeld mit einem deutlichen Umsatzplus ins neue Geschäftsjahr gestartet. Dazu haben alle vier Vertriebslinien beigetragen. Das EBIT lag bei -9 Mio. € nach 142 Mio. € im Vorjahresquartal. Neben umfangreichen Preisinvestitionen – vor allem bei Media-Saturn – ist das Ergebnis durch höhere Expansionskosten sowie Aufwendungen zur Steigerung des Kundennutzens belastet. "Wir haben in den vergangenen Monaten massiv in bessere Preise und zusätzliche Kundenservices investiert. Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Umsatzes auf vergleichbarer Fläche beginnen in vielen Bereichen bereits die gewünschte Wirkung zu zeigen", sagte Olaf Koch, Vorsitzender des Vorstands der METRO AG. "Wir erwarten, dass auf Basis des Umsatzwachstums unser Ergebnis im Gesamtjahr in etwa auf der Höhe des Vorjahres liegen wird." 

Metro Cash & Carry hat wie bereits angekündigt zum 1. April 2012 damit begonnen, eine neue Führungsorganisation einzuführen, mit der überlappende Strukturen beseitigt werden. "Wir müssen nun daran arbeiten, auch bei den zentralen Verwaltungsaufgaben von METRO AG, den Bereichen IT, Logistik und Real Estate sowie weiteren Funktionen effiziente und kostenorientierte Organisationen zu schaffen", sagte Koch. "Im Fokus all unseres Handelns müssen das operative Geschäft und damit der Kunde stehen; dies gilt auch für die nachgelagerten, administrativen Funktionen weltweit aber insbesondere auch in Düsseldorf." Der Vorstand der METRO AG hat zudem beschlossen, den Markteintritt von Metro Cash & Carry in Indonesien nicht weiter zu verfolgen. Hintergrund ist die strategische Entscheidung, sich zunächst in den bestehenden Märkten auf Umsatzsteigerungen auf vergleichbarer Fläche zu konzentrieren und die Expansion in ausgewählten Ländern zu beschleunigen. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen soll auch die Zuteilung der Investitionsmittel stärker priorisiert werden. Das Investitionsbudget für 2012 wurde auf 1,8 Mrd. € angepasst (bisher 2,0 Mrd. €). 

Die METRO GROUP steigerte ihren Umsatz im 1. Quartal 2012 um 2,2% auf 15,6 Mrd. € (Q1 2011: 15,3 Mrd. €). In Landeswährung lag der Umsatz sogar 2,6% über dem Vorjahresniveau. Zur positiven Entwicklung trugen auch Kalendereffekte bei. In Deutschland wuchs der Umsatz um 1,6% auf 6,0 Mrd. €. Vor allem das Geschäft mit Lebensmitteln konnte deutlich zulegen. Der Umsatz im internationalen Geschäft stieg um 2,6% auf 9,6 Mrd. € und war durch negative Währungseffekte belastet. In Landeswährung stieg der internationale Umsatz sogar um 3,2%. In Westeuropa verminderte sich der Umsatz um 1,2% auf 4,7 Mrd. € und war durch den Verkauf der Saturn-Märkte in Frankreich im Vorjahr beeinträchtigt. Der Umsatz in Osteuropa wuchs um 3,5% auf 4,0 Mrd. € (in Landeswährung: +6,6%). In der Region Asien/Afrika legte der Umsatz merklich um 21,3% auf 1,0 Mrd. € zu. 

Umsatz der METRO GROUP (in Mrd. €) Q1 2011 Q1 2012 Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 15,3 15,6 2,2% 2,6%
Deutschland 6,0 6,0 1,6% 1,6%
Westeuropa (ohne D) 4,8 4,7 -1,2% -1,6%
Osteuropa 3,8 4,0 3,5% 6,6%
Asien/Afrika 0,8 1,0 21,3% 15,2%

Das betriebliche Ergebnis EBIT sank im 1. Quartal 2012 auf -9 Mio. € (Q1 2011: 142 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern erreichte einen Betrag von -134 Mio. € (Q1 2011: 22 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,25 € nach -0,01 € im 1. Quartal 2011. 

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q1 2011 Q1 2012
EBIT 142 -9
Ergebnis vor Steuern 22 -134
Periodenergebnis 14 -81
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnender Gewinn -3 -82
Ergebnis je Aktie in € -0,01 -0,25

Ausblick

Die anhaltend schwierige volkswirtschaftliche Lage und der rückläufige Preisanstieg werden die Umsatzentwicklung 2012 voraussichtlich belasten. Dem gegenüber steht eine Vielzahl von Maßnahmen in allen Vertriebslinien, die Umsatzsteigerungen zum Ziel haben. Daher erwarten wir für 2012 einen Umsatzanstieg. 

Die Strategie der METRO GROUP zielt auf ein nachhaltiges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis ab. Die Ergebnisentwicklung wird 2012 von der anhaltend schwierigen volkswirtschaftlichen Lage gedämpft. Die METRO GROUP wird 2012 weiter in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren, was sowohl Produktivitätsmaßnahmen aus dem Programm Shape 2012 als auch gezielte Preisinvestitionen umfasst. Ferner wollen wir die Basis für eine Beschleunigung unserer Expansionstätigkeiten legen, was wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Beim EBIT vor Sonderfaktoren rechnen wir 2012 dennoch mit einem Ergebnis in etwa auf Höhe des Vorjahres (EBIT 2011 vor Sonderfaktoren: 2.372 Mio. €), obgleich angesichts der oben beschriebenen Belastungen sowie mit Blick auf die unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Prognose zu diesem Zeitpunkt mit Risiken behaftet ist. 

Metro Cash & Carry

Der Umsatz von Metro Cash & Carry stieg im 1. Quartal 2012 deutlich um 3,7% auf 7,3 Mrd. € (in Landeswährung: +3,9%). Hierzu trug insbesondere die dynamische Entwicklung in Osteuropa und Asien bei. Der flächenbereinigte Umsatz verbesserte sich – insbesondere in Deutschland und Asien – spürbar und stieg um 2,0%. Neben Produktivitätssteigerungen und einem attraktiveren Preisprofil trugen hierzu auch positive Kalendereffekte bei. Weiterhin sehr dynamisch entwickelte sich der Lieferumsatz und erreichte 504 Mio. € (Q1 2011: 325 Mio. €). Insbesondere in den acht Kernländern (China, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Russland, Spanien und Türkei) wurde das Belieferungsgeschäft erfolgreich ausgebaut. Auch die Eigenmarken wuchsen kräftig; der Umsatzanteil mit Eigenmarken stieg merklich um 2,1 Prozentpunkte auf 16,5% (Q1 2011: 14,4%). Bei Metro Cash & Carry Deutschland stieg der Umsatz um 0,9% auf 1,1 Mrd. €. Der starke flächenbereinigte Umsatzzuwachs von 3,8% hat dabei den Umsatzrückgang aus der Optimierung des Standortportfolios (Q4 2011: zehn Schließungen) mehr als kompensiert. 

Das EBIT im 1. Quartal 2012 ging um 53 Mio. € auf -26 Mio. € zurück. Der Rückgang resultiert aus Preisinvestitionen, Aufwendungen für die Reorganisation sowie den Aufbau weiterer Funktionen zur Steigerung des Kundennutzens. Zudem war das Ergebnis durch höhere Expansionskosten belastet. Der Rückgang konnte zum Teil durch den positiven Ergebniseffekt aus der besseren flächenbereinigten Umsatzentwicklung kompensiert werden. 

Metro Cash & Carry Q1 2011 (in Mrd. €) Q1 2012 (in Mrd. €) Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 7,0 7,3 3,7% 3,9%
Deutschland 1,1 1,1 0,9% 0,9%
Westeuropa (ohne D) 2,6 2,6 -0,2% -0,4%
Osteuropa 2,5 2,7 4,0% 6,5%
Asien/Afrika 0,8 0,9 20,0% 14,0%
EBIT 27 Mio. -26 Mio. -53 Mio. €  

Real

Der Umsatz von Real stieg im 1. Quartal 2012 um 2,3% auf 2,7 Mrd. € (in Landeswährung: +3,5%). Dieser Umsatzzuwachs ist auch auf positive Kalendereffekte sowie einen höheren Durchschnittsbon zurückzuführen. In Deutschland stieg der Umsatz deutlich um 3,8% auf 2,0 Mrd. € (flächenbereinigt: +4,8%). Damit entwickelte sich Real besser als der Gesamtmarkt. Auch der Real Onlineshop wuchs weiter dynamisch; im 1. Quartal 2012 hat sich die Zahl der Bestellungen gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Der Umsatz in Osteuropa ging um 1,8% auf 0,7 Mrd. € zurück. In Landeswährung stieg der Umsatz hingegen um 2,6%. 

Das EBIT erreichte -23 Mio. € und lag damit etwa auf dem Vorjahresniveau von -21 Mio. €. 

Real Q1 2011 (in Mrd. €) Q1 2012 (in Mrd. €) Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 2,6 2,7 2,3% 3,5%
Deutschland 1,9 2,0 3,8% 3,8%
Osteuropa 0,7 0,7 -1,8% 2,6%
EBIT -21 Mio. -23 Mio. -2 Mio. €  

Media-Saturn

Der Umsatz von Media-Saturn stieg im 1. Quartal 2012 in einem anhaltend schwierigen Gesamtmarkt um 0,4% auf 5,0 Mrd. € (in Landeswährung: +0,5%). Die Umsatzentwicklung wurde durch den Verkauf der Saturn-Märkte in Frankreich im Vorjahr beeinträchtigt. Weiterhin dynamisch entwickelte sich der Onlinehandel; der Umsatz legte dank der Akquisition von Redcoon und dem erfolgreichen Start der deutschen Mehrkanalangebote von Media Markt und Saturn von 19 Mio. € auf 166 Mio. € zu. In Deutschland stieg der Umsatz um 0,5% auf 2,3 Mrd. €; flächenbereinigt ging der Umsatz um 3,7% zurück. Durch den Wegfall umfangreicher Marketingaktivitäten zum Jahresbeginn brach der Umsatz im Januar ein. Im Februar und März konnte jedoch durch eine deutliche Umsatzbelebung der schwache Jahresauftakt zum Teil kompensiert werden. Hierzu trug auch das dynamische Wachstum im Onlinehandel bei; der Onlineumsatz erreichte 83 Mio. €. Auch die eingeleiteten Maßnahmen zur Schärfung des Preisprofils zeigten weitere Erfolge. Am 16. Januar 2012 eröffnete Media Markt seinen Onlineshop. Damit sind nun die Marken Media Markt, Saturn und Redcoon mit einem eigenen Onlinehandel in Deutschland vertreten. 

Das EBIT sank auf -20 Mio. € (Q1 2011: 65 Mio. €). Neben dem umsatzbedingten Ergebnisrückgang belasteten die weitere Schärfung des Preisprofils sowie geringere Werbekostenzuschüsse das Ergebnis. Hinzu kamen höhere Expansionskosten, unter anderem in China, sowie Kosten für den weiteren Ausbau des Mehrkanalgeschäfts. 

Media-Saturn Q1 2011 (in Mrd. €) Q1 2012 (in Mrd. €) Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 5,0 5,0 0,4% 0,5%
Deutschland 2,3 2,3 0,5% 0,5%
Westeuropa (ohne D) 2,1 2,1 -2,6% -3,2%
Osteuropa 0,6 0,6 8,1% 12,4%
Asien (China) 18 Mio. 35 Mio. 93,8% 78,1%
EBIT 65 Mio. -20 Mio. -85 Mio. €  

Galeria Kaufhof

Der Umsatz von Galeria Kaufhof stieg im 1. Quartal 2012 um 0,9% auf 0,7 Mrd. €. Nach einem wetterbedingt verhaltenen Jahresauftakt entwickelte sich der Umsatz im weiteren Verlauf des Quartals sehr dynamisch. Insbesondere die Warengruppen Damenmode, Accessoires und Hartwaren haben sich erfreulich entwickelt. Der modernisierte Onlineauftritt, der nunmehr auch Textilien umfasst, erfreut sich weiter steigender Beliebtheit; gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelte sich der Umsatz.  

Das EBIT verbesserte sich im 1. Quartal 2012 dank der besseren Umsatzentwicklung auf -24 Mio. € (Q1 2011: -27 Mio. €). 

Galeria Kaufhof Q1 2011 (in Mio. €) Q1 2012 (in Mio. €) Veränderung
Umsatz 699 705 0,9%
Deutschland 653 659 0,8%
Westeuropa 46 47 2,2%
EBIT -27 Mio. -24 Mio. 3 Mio. €

Immobilien

Das Segment Immobilien umfasst die Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen. Zum 31. März 2012 befanden sich 687 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31.12.2011: 687). 

Das Ergebnis des Immobiliensegments besteht im Wesentlichen aus Erträgen von Mietverhältnissen mit den Vertriebslinien der METRO GROUP. Das EBIT erreichte 136 Mio. € nach 139 Mio. € im Vorjahr. Niedrigere Mieteinnahmen aufgrund von Standortabgaben wurden dabei durch neu eröffnete Standorte und Mieterhöhungen im Rahmen der Indexierungen kompensiert. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 33 Ländern an über 2.100 Standorten tätig und beschäftigt rund 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry – international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real-SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn – europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.