METRO GROUP steigert Umsatz und Ergebnis

31. Juli 2012

  • Umsatz steigt um 1,8% im 2. Quartal, + 2,0% im 1. Halbjahr
  • EBIT vor Sonderfaktoren wächst im 2. Quartal um 2,5% auf 314 Mio. €
  • EBIT im 1. Halbjahr enthält Sonderfaktoren in Höhe von 244 Mio. €, davon Wertberichtungen in Höhe von 172 Mio. € aus dem Verkauf von Makro UK
  • Positive Entwicklung des operativen Cashflows (+350 Mio. € im 1. Halbjahr)
  • Nettobetriebsvermögen verbessert sich im 1. Halbjahr um fast 600 Mio. €
  • Umsatz- und Ergebnis-Ausblick für 2012 bestätigt

Die METRO GROUP hat ihre gute Umsatzentwicklung der ersten drei Monate 2012 im 2. Quartal mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent fortgesetzt. Damit verbesserte das Unternehmen im 1. Halbjahr dieses Jahres seinen Umsatz in einem anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld um 2,0% auf 31,5 Mrd. €. Beim operativen Ergebnis verzeichnete das Unternehmen trotz anhaltend hoher Investitionen in Kundenservices und Preise einen Zuwachs im 2. Quartal: Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg um 2,5% auf 314 Mio. € (Vorjahr: 306 Mio. €). Infolge der Belastungen aus dem 1. Quartal lag das operative Ergebnis im 1. Halbjahr bei 305 Mio. € nach 452 Mio. € in der Vorjahresperiode. "Wir haben trotz Gegenwind Fahrt aufgenommen: Unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum zahlt sich aus. Inzwischen erzielen wir dadurch auch erste positive Effekte im Ergebnis. Dies bestärkt uns, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Wir sind unverändert überzeugt, dass wir im Gesamtjahr ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau erreichen können."  

Hierfür wird die METRO GROUP ihre Initiativen zu Kostensenkungen konsequent fortsetzen und sich noch stärker auf flächenbereinigtes Wachstum fokussieren. In den vergangenen Monaten haben die Vertriebslinien zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung des Kundenmehrwerts entwickelt und umgesetzt. Dies umfasst insbesondere eine gezielter auf die Kunden abgestimmte Gestaltung der Sortimente, die Ausweitung von Kundenberatung und Serviceleistungen sowie selektive Investitionen in Preise. Fortschritte erzielte das Unternehmen auch beim Belieferungsumsatz von Metro Cash & Carry, der um über 40% auf mehr als 1 Mrd. € stieg (H1 2011: 733 Mio. €). Auch bei den Eigenmarken verbuchte die METRO GROUP weiter kräftige Zuwächse: Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 3,6 Mrd. € nach 3,2 Mrd. € im Vorjahr. Der Umsatz im zukunftsträchtigen Onlinegeschäft stieg - auch durch die Akquisition von Redcoon - auf 328 Mio. € (H1 2011: 54 Mio. €). 

Die METRO GROUP verzeichnet darüber hinaus bei ihrem im Mai 2012 angekündigten Programm zur Steigerung der Effizienz der administrativen Funktionen Fortschritte. "Wir sind zuversichtlich, dass wir durch die Steigerung der Effizienz unserer Zentralen dauerhaft mehr als 120 Mio. Euro an Kosten und damit sogar mehr als geplant einsparen können", sagte Koch. Rund zwei Drittel der gesamten Einsparungen sollen bei den Sachkosten realisiert werden.  

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die METRO GROUP steigerte ihren Umsatz im 1. Halbjahr 2012 um 2,0 % auf 31,5 Mrd. € (H1 2011: 30,9 Mrd. €). In Landeswährung lag der Umsatz sogar 2,2% über dem Vorjahresniveau. Im 2. Quartal stieg der Umsatz trotz des verkürzten Ostergeschäfts um 1,8% auf 15,8 Mrd. € (Q2 2011: 15,6 Mrd. €). Im Vergleich zum ersten Quartal haben sich indes die positiven Preiseffekte bei Lebensmitteln zum Teil erheblich abgeschwächt.  

In Deutschland wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr um 1,7% auf 12,0 Mrd. €. Der Umsatz im internationalen Geschäft stieg von Januar bis Juni 2012 um 2,2% auf 19,5 Mrd. €, womit der internationale Umsatzanteil sich von 61,8% auf 61,9% erhöhte. In Westeuropa (ohne Deutschland) verminderte sich der Umsatz um 1,7% auf 9,6 Mrd. €; dies lag vor allem an der Abgabe von Saturn Frankreich. Ohne diesen Effekt lag der Umsatz leicht über Vorjahr. Der Umsatz in Osteuropa wuchs um 2,5% auf 8,2 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz deutlich um 5,4%. Die Region Asien/Afrika ist weiterhin die mit Abstand am schnellsten wachsende Region der METRO GROUP. Der Umsatz stieg kräftig um 27,0% auf 1,8 Mrd. €.  

Auch beim Ausbau ihres Vertriebsnetzes lag die METRO GROUP über Vorjahr: Im1. Halbjahr 2012 wurden 28 Standorte neu eröffnet (H1 2011: 20).

METRO GROUP H1 2011
(in Mrd. €)
H1 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 30,9 31,5 2,0% 2,2%
Deutschland 11,8 12,0 1,7% 1,7%
Westeuropa (ohne D) 9,7 9,6 -1,7% -2,1%
Osteuropa 8,0 8,2 2,5% 5,4%
Asien/Afrika 1,4 1,8 27,0% 17,1%
METRO GROUP Q2 2011
(in Mrd. €)
Q2 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 15,6 15,8 1,8% 1,8%
Deutschland 5,8 5,9 1,9% 1,9%
Westeuropa (ohne D) 5,0 4,9 -2,0% -2,6%
Osteuropa 4,2 4,2 1,6% 4,2%
Asien/Afrika 0,6 0,8 34,4% 19,6%

Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg im 2. Quartal um 2,5% auf 314 Mio. € (Vorjahr: 306 Mio. €). Die Ergebnisse der Segmente Real, Galeria Kaufhof, Immobilien und Sonstige waren für diesen Anstieg verantwortlich. Im 1. Halbjahr sank das EBIT vor Sonderfaktoren auf 305 Mio. € (H1 2011: 452 Mio. €). Neben dem flächenbereinigten Umsatzrückgang in Westeuropa, vor allem bei Media-Saturn, belasteten Preisinvestitionen sowie Aufwendungen zur Steigerung des Kundennutzens bei Metro Cash & Carry das Ergebnis. Das EBIT nach Sonderfaktoren sank im 1. Halbjahr auf 61 Mio. € (H1 2011: 410 Mio. €). Die Sonderfaktoren in Höhe von 244 Mio. € (H1 2011: 42 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Wertberichtigungen in Höhe von 172 Mio. € aus dem Verkauf von Makro UK sowie aus Aufwendungen für Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 68 Mio. € zusammen.  

Vor Sonderfaktoren belief sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) im 1. Halbjahr auf 38 Mio. € (H1 2011: 129 Mio. €). Vor Sonderfaktoren sank das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis auf 28 Mio. € (H1 2011: 66 Mio. €). Im 2. Quartal hingegen stieg das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis vor Sonderfaktoren auf 111 Mio. € (Q2 2011: 68 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie sank bereinigt um Sonderfaktoren auf 0,09 € nach 0,20 € im Vorjahr. Im 2. Quartal stieg das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren jedoch auf 0,34 € (Q2 2011: 0,20 €).  

Der operative Cashflow der METRO GROUP hat sich im 1. Halbjahr 2012 verbessert: Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte von Januar bis Juni ein Mittelabfluss von 2,9 Mrd. € nach 3,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Hier spiegelt sich der saisonal bedingte Aufbau des Nettobetriebsvermögens wider. Entgegen des EBIT-Rückgangs war dieser dank einer strikten Bestandsführung und einem verbesserten Lieferantenmanagement deutlich geringer als im 1. Halbjahr 2011. Das Nettobetriebsvermögen verbesserte sich um 589 Mio. € gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Aufgrund der positiven operativen Cashflow-Entwicklung hat sich die Nettoverschuldung gegenüber dem 30. Juni 2011 um 0,2 Mrd. € vermindert.

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) H1 2011 H1 2012
EBIT vor Sonderfaktoren 452 305
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 129 38
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 66 28
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 0,20 0,09
EBIT 410 61
Ergebnis vor Steuern (EBT) 87 -206
Periodenergebnis 54 -110
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 37 -103
Ergebnis je Aktie 0,11 -0,32
Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q2 2011 Q2 2012
EBIT vor Sonderfaktoren 306 314
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 103 173
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 68 111
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 0,20 0,34
EBIT 267 70
Ergebnis vor Steuern (EBT) 64 -71
Periodenergebnis 40 -28
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 40 -20
Ergebnis je Aktie 0,12 -0,06

Ausblick

Die anhaltend schwierige volkswirtschaftliche Lage und der rückläufige Preisanstieg werden die Umsatzentwicklung 2012 voraussichtlich weiterhin belasten. Dem gegenüber steht eine Vielzahl von Maßnahmen in allen Vertriebslinien, die Umsatzsteigerungen zum Ziel haben. Auch vor dem Hintergrund der guten Entwicklung im 1. Halbjahr 2012 erwarten wir im Gesamtjahr weiterhin einen Umsatzanstieg.

Die Strategie der METRO GROUP zielt auf ein nachhaltiges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis ab. Die Ergebnisentwicklung wird 2012 von der anhaltend schwierigen volkswirtschaftlichen Lage gedämpft. Die METRO GROUP wird 2012 weiter in ihre Wettbewerbsfähigkeit investieren, was sowohl Produktivitätsmaßnahmen als auch gezielte Preisinvestitionen umfasst. Ferner legen wir die Basis für eine fokussiertere Expansionstätigkeit, was wiederum mit Kosten verbunden ist.  

Im 2. Quartal 2012 konnten bereits die Investitionen zur Steigerung des Kundennutzens durch die Umsatzentwicklung und Effizienzsteigerungen in administrativen Bereichen teilweise kompensiert werden. Im 2. Halbjahr 2012 erwarten wir eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Deshalb rechnen wir trotz erhöhter makroökonomischer Risiken beim EBIT vor Sonderfaktoren 2012 weiterhin mit einem Ergebnis in etwa auf Höhe des Vorjahres (EBIT 2011 vor Sonderfaktoren: 2.372 Mio. €). 

Entwicklung der Geschäftssegmente

Metro Cash & Carry im 1. Halbjahr in fast allen Regionen mit flächenbereinigtem Umsatzwachstum

Der Umsatz von Metro Cash & Carry stieg im 1. Halbjahr 2012 deutlich um 2,8% auf 15,2 Mrd. € (in Landeswährung: +2,7%). Hierzu trug die dynamische Entwicklung in Osteuropa und Asien bei. Der flächenbereinigte Umsatz verbesserte sich um 0,8%, daran waren alle Regionen bis auf Westeuropa beteiligt. Gegenüber dem 1. Quartal schwächte sich die Entwicklung leicht ab, da dieses Quartal durch positive Kalendereffekte, insbesondere das frühere Ostergeschäft, unterstützt wurde.  

Der Belieferumsatz stieg im 1. Halbjahr 2012 auf 1.058 Mio. € (H1 2011: 733 Mio. €). Auch die dynamische Entwicklung bei den Eigenmarken setzte sich weiter fort. Der Umsatzanteil mit Eigenmarken stieg weiter merklich um 1,5 Prozentpunkte auf 16,7% (H1 2011: 15,2%). In vielen Ländern verstärkte sich die Nachfrage nach preisgünstigeren Produkten, die durch die attraktiveren Eigenmarkensortimente befriedigt wurde.  

In Deutschland sank der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 um 2,0% auf 2,4 Mrd. €. Der Rückgang ist auf die Optimierung des Standortportfolios zurückzuführen (Q4 2011:10 Schließungen). Flächenbereinigt legte der Umsatz jedoch um 0,9% zu. Der Umsatz in Westeuropa erreichte im 1. Halbjahr 2012 trotz der verschärften makroökonomischen Rahmenbedingungen 5,6 Mrd. € (in Landeswährung: -1,5%). Der flächenbereinigte Umsatz sank um 1,8%. In einem rückläufigen Gesamtmarkt gewann Metro Cash & Carry unter anderem in Spanien und Italien Marktanteile. In Osteuropa wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 unter schwierigen makroökonomischen Bedingungen dynamisch um 3,3% auf 5,6 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz sogar um 5,5%. Auch flächenbereinigt legte der Umsatz zu und wuchs spürbar um 2,1%. Der Umsatz in Asien/Afrika stieg im 1. Halbjahr 2012 um 25,8% auf 1,7 Mrd. € (in Landeswährung: +16,1%). Alle Länder dieser Region wiesen auch in Landeswährung hohe Wachstumsraten auf. Damit erzielte Metro Cash & Carry erstmals über 10% des Umsatzes in der Region Asien/Afrika. Im 2. Quartal beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem 1. Quartal, der Umsatz legte um mehr als ein Drittel zu. Der internationale Anteil am Umsatz stieg im 1. Halbjahr von 83,6% auf 84,4%. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren betrug im 1. Halbjahr 220 Mio. € (H1 2011: 293 Mio. €). Der Ergebnisrückgang reflektiert den Aufbau von Maßnahmen zur Steigerung des Kundennutzens, die durch Effizienzsteigerungen in anderen Bereichen bereits zum Teil kompensiert werden konnten. Darüber hinaus war das Ergebnis durch höhere Expansionskosten und Preisinvestitionen belastet. Demgegenüber stehen positive Ergebniseffekte aus der besseren flächenbereinigten Umsatzentwicklung. Nach einem Ergebnisrückgang im 1. Quartal um 57 Mio. € reduzierte sich der Rückgang im 2. Quartal auf 16 Mio. €. Das EBIT ging im 1. Halbjahr 2012 deutlich auf 43 Mio. € zurück (H1 2011: 273 Mio. €). Der Rückgang resultiert aber im Wesentlichen aus der Veräußerung von Makro UK. Insgesamt fielen Sonderfaktoren in Höhe von 176 Mio. € (H1 2011: 20 Mio. €) an und beinhalten neben der Veräußerung von Makro UK auch Aufwendungen für den Expansionsstopp in Indonesien sowie für die Restrukturierung in Portugal und der Hauptverwaltung von Metro Cash & Carry Deutschland

Metro Cash & Carry H1 2011
(in Mrd. €)
H1 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 14,8 15,2 2,8% 2,7%
Deutschland 2,4 2,4 -2,0% -2,0%
Westeuropa (ohne D) 5,6 5,6 -1,1% -1,5%
Osteuropa 5,4 5,6 3,3% 5,5%
Asien/Afrika 1,3 1,7 25,8% 16,1%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 293 Mio. 220 Mio. -73 Mio.  
Metro Cash & Carry Q2 2011
(in Mrd. €)
Q2 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 7,8 8,0 2,0% 1,5%
Deutschland 1,3 1,2 -4,5% -4,5%
Westeuropa (ohne D) 3,0 3,0 -1,9% -2,5%
Osteuropa 2,9 3,0 2,7% 4,7%
Asien/Afrika 0,6 0,8 33,7% 18,9%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 262 Mio. 246 Mio. -16 Mio.  

Real mit flächenbereinigtem Umsatzwachstum in Deutschland im 1. Halbjahr

Der Umsatz von Real stieg im 1. Halbjahr 2012 um 0,1% auf 5,3 Mrd. € (in Landeswährung: +1,3%). Bedingt durch das kürzere Ostergeschäft und eine schwächere Entwicklung bei Nicht-Lebensmitteln ging der Umsatz im 2. Quartal um 1,9% zurück (in Landeswährung: -0,8%). Der Real Onlineshop wuchs weiter dynamisch und umfasst bereits mehr als 11.000 Artikel. Im 1. Halbjahr 2012 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um über 40% ausgeweitet. 

In Deutschland stieg der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 um 1,2% auf 3,9 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz deutlich um 2,0%. Damit hat Real trotz Flächenabgaben seine Position im SB-Warenhaussegment verteidigt. Die Initiative "Unternehmertum vor Ort" wurde im 1. Halbjahr auf nun insgesamt 26 Märkte ausgeweitet. Im Rahmen dieses Programms werden die unternehmerischen Handlungsfreiräume der Marktleiter vergrößert.  

Der Umsatz in Osteuropa ging im 1. Halbjahr 2012 wechselkursbedingt um 2,8% auf 1,4 Mrd. € zurück. In Landeswährung stieg der Umsatz hingegen um 1,6%.  

Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte -6 Mio. € (H1 2011: -11 Mio. €).  

Real H1 2011
(in Mrd. €)
H1 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 5,3 5,3 0,1% 1,3%
Deutschland 3,9 3,9 1,2% 1,2%
Osteuropa 1,4 1,4 -2,8% 1,6%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -11 Mio. -6 Mio. 5 Mio.  
Real Q2 2011
(in Mrd. €)
Q2 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 2,7 2,7 -1,9% -0,8%
Deutschland 2,0 2,0 -1,2% -1,2%
Osteuropa 0,7 0,7 -3,7% 0,7%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 12 Mio. 17 Mio. 5 Mio.  

Umsatz von Media-Saturn wächst in Deutschland stark

Der Umsatz von Media-Saturn stieg im 1. Halbjahr 2012 in einem anhaltend schwierigen Gesamtmarkt um 2,3% auf 9,5 Mrd. € (in Landeswährung: +2,5%). Der Onlinehandel setzte sein dynamisches Wachstum dank der Akquisition von Redcoon und dem erfolgreichen Start der deutschen Mehrkanalangebote weiter fort. Der Onlineumsatz legte auf 322 Mio. € zu (H1 2011: 41 Mio. €). Im 2. Quartal stieg der Umsatz deutlich um 4,5% auf 4,5 Mrd. €. Der Quartalsumsatz profitierte auch von den erfolgreichen Marketingkampagnen im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft. 

In Deutschland wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 um 5,5% auf 4,4 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 1,1%. Im 2. Quartal wuchs Media-Saturn um 11,4%, auch dank der Akquisition von Redcoon. Flächenbereinigt erreichte das Wachstum mit 6,8% den höchsten Wert seit dem 1. Quartal 2009. Die Fußball-Europameisterschaft führte zu einer Umsatzbelebung insbesondere bei großformatigen Fernsehgeräten. Das Produktangebot im Internet wurde weiter erhöht und umfasst nunmehr rund 4.000 Artikel bei Mediamarkt.de und über 5.500 bei Saturn.de. Die Abholrate lag weiterhin mit rund 40% auf einem hohen Niveau. Der gesamte Onlineumsatz erreichte im 1. Halbjahr 164 Mio. €. Damit wurden 3,8% des Umsatzes online generiert. 

In Westeuropa ging der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 auch durch die Abgabe von Saturn Frankreich um 2,5% zurück (in Landeswährung: -3,0%). Das schwierige konjunkturelle Umfeld belastet die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik, insbesondere in den südeuropäischen Ländern, deutlich. In diesem Umfeld konnte Media-Saturn jedoch seine Marktanteile ausbauen. Der Online-Umsatz in Westeuropa entwickelte sich anhaltend dynamisch und erreichte 149 Mio. €. 

In Osteuropa stieg der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 deutlich um 5,7% auf 1,2 Mrd. € (in Landeswährung: +9,5%).

In Asien stieg der Umsatz bedingt durch die Eröffnung weiterer Testmärkte deutlich.  

Das EBIT vor Sonderfaktoren sank auf -79 Mio. € (H1 2011: 22 Mio. €). Neben dem umsatzbedingten Ergebnisrückgang belasteten die weitere Schärfung des Preisprofils sowie geringere Werbekostenzuschüsse das Ergebnis. Hinzu kamen höhere Expansionskosten, höhere Anlaufverluste sowie Kosten für den weiteren Ausbau des Mehrkanalgeschäfts. Im 2. Quartal 2012 stand einer deutlichen, operativen Ergebnisverbesserung in Deutschland ein Ergebnisrückgang insbesondere in Südeuropa gegenüber. 

Media-Saturn H1 2011
(in Mrd. €)
H1 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 9,3 9,5 2,3% 2,5%
Deutschland 4,1 4,4 5,5% 5,5%
Westeuropa (ohne D) 4,0 3,9 -2,5% -3,0%
Osteuropa 1,1 1,2 5,7% 9,5%
Asien (China) 39 Mio. 69 Mio. - -
EBIT (vor Sonderfaktoren) 22 Mio. -79 Mio. -101 Mio.  
Media-Saturn Q2 2011
(in Mrd. €)
Q2 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 4,3 4,5 4,5% 4,7%
Deutschland 1,9 2,1 11,4% 11,4%
Westeuropa (ohne D) 1,9 1,9 -2,5% -2,8%
Osteuropa 0,5 0,6 3,1% 6,6%
Asien (China) 21 Mio. 34 Mio. - -
EBIT (vor Sonderfaktoren) -44 Mio. -59 Mio. -15 Mio.   

Galeria Kaufhof gewinnt Marktanteile im Textilmarkt

Der Umsatz von Galeria Kaufhof sank im 1. Halbjahr 2012 leicht um 0,7% auf 1,4 Mrd. €.  

In Deutschland hat Galeria Kaufhof im 1. Halbjahr acht weitere Standorte grundlegend modernisiert. Der Bereich Unterhaltungselektronik wurde mittlerweile in praktisch allen Filialen zugunsten hochmargiger Warengruppen aus den Bereichen Accessoires, Bekleidung und Schuhe aufgegeben. Dies ist auch ein Grund für den leichten Umsatzrückgang um 0,9% auf 1,3 Mrd. €. Dabei hat sich der Umsatz des Textilsortiments besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Damit gewann Galeria Kaufhof Marktanteile. Der modernisierte Onlineauftritt erfreute sich weiter einer steigenden Kundenresonanz. 

In Westeuropa legte der Umsatz von Januar bis Juni 2012 um 2,8% zu. Dabei profitierte das Geschäft von einer guten Entwicklung bei Textilien. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich im 1. Halbjahr 2012 dank einer besseren Rohertragsmarge im Zuge der Verkaufsflächenoptimierung auf -23 Mio. € (H1 2011: -31 Mio. €). Bereits im 2. Quartal erwirtschaftete Galeria Kaufhof mit 1 Mio. € ein positives Ergebnis und verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 5 Mio. €. Neben einem höheren Warenergebnis durch einen besseren Margenmix ist der Anstieg auch auf ein weiter striktes Kostenmanagement zurückzuführen. In der Regel erwirtschaften Warenhäuser in Deutschland erst im wichtigen 4. Quartal ein positives Ergebnis. 

Galeria Kaufhof H1 2011
(in Mrd. €)
H1 2012
(in Mrd. €)
Veränderung
Umsatz 1,4 1,4 -0,7%
Deutschland 1,3 1,3 -0,9%
Westeuropa 85 Mio. 88 Mio. 2,8%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -31 Mio. -23 Mio. 8 Mio.
Galeria Kaufhof Q2 2011
(in Mrd. €)
Q2 2012
(in Mrd. €)
Veränderung
Umsatz 0,7 0,7 -2,3%
Deutschland 0,7 0,6 -2,6%
Westeuropa 40 Mio. 41 Mio. 3,5%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -4 Mio. 1 Mio. 5 Mio.

Immobilien

Das Segment Immobilien umfasst die Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen. Zum 30. Juni 2012 befanden sich 686 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31.12.2011: 687). 

Das Ergebnis des Immobiliensegments besteht im Wesentlichen aus Erträgen aus Mietverhältnissen mit den Vertriebslinien der METRO GROUP. Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte im ersten Halbjahr 282 Mio. € nach 274 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Niedrigeren Mieteinnahmen standen dabei Mieterträge aus neu eröffneten Standorten sowie Mieterhöhungen im Rahmen der Indexierungen gegenüber. Im 2. Quartal stieg das EBIT vor Sonderfaktoren zudem durch die erfolgreiche Veräußerung von Immobilien. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 32 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt über 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry – international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn – europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.