METRO GROUP begrüßt rechtliche Klärung der unternehmerischen Steuerung von Media-Saturn

9. August 2012

  • Einrichtung des MSH-Beirats rechtmäßig
  • Beirat entscheidet künftig mit einfacher Stimmenmehrheit über wesentliche unternehmerische Maßnahmen der MSH
  • Beschleunigung der Neuausrichtung des Geschäftsmodells inklusive der Intensivierung der Online- und Multi-Channel-Aktivitäten

Die METRO GROUP hat das heutige Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München sowie die entsprechende gestrige Entscheidung des Schiedsgerichts als Durchbruch in der Führungsfrage bei ihrer Tochtergesellschaft Media-Saturn (MSH) begrüßt. Die von dem Düsseldorfer Handelsunternehmen geforderte Einrichtung eines Beirats, der über die wesentlichen unternehmerischen Schritte von MSH mit einfacher Mehrheit entscheiden soll, wurde eindeutig bestätigt. Die METRO GROUP sieht darin die entscheidende Weichenstellung für die weitere Neuausrichtung und die beschleunigte Umsetzung der Wachstumsstrategie für Media-Saturn. 

"Diese Gerichtsentscheidungen bringen die notwendige Klarheit in Bezug auf die Steuerung der MSH und machen den Weg frei für effiziente und schnelle Entscheidungsprozesse", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Dies ist ein klarer Gewinn für die Kunden, Mitarbeiter, Geschäftsführung und Anteilseigner von Media-Saturn. Auf der Basis der Beschlüsse können strategische und operative Schritte nun deutlich schneller und konsequenter umgesetzt werden. Dabei setzen wir weiterhin auf eine intensive Kooperation mit allen Gesellschaftern und werden sicherstellen, dass notwendige Entscheidungen klar und zügig getroffen werden. Verzögerungen aus taktischen Überlegungen werden wir mit aller Kraft verhindern. Media-Saturn kann jetzt den bereits durch die Geschäftsführung eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung fortsetzen und sich voll auf das operative Geschäft konzentrieren. Hierauf und nur hierauf müssen wir unsere Aufmerksamkeit richten, denn unsere Kunden sind nur an attraktiven Sortimenten und Dienstleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen in allen Absatzkanälen interessiert." 

Im Zentrum der Urteile von OLG und Schiedsgericht stand die von der Metro geforderte Einrichtung eines Beirats, der mit einfacher Mehrheit über die wichtigsten operativen und strategischen Maßnahmen bei Media-Saturn entscheiden soll. Dieser Forderung wurde nun stattgegeben: das Oberlandesgericht bestätigte heute, dass die Einrichtung des Beirats rechtmäßig ist und dass das von der METRO GROUP angerufene Schiedsgericht für die Ausgestaltung der Kompetenzen und der Mehrheitsverhältnisse des Beirats zuständig ist. Das Schiedsgericht befand in seinem gestrigen Schiedsspruch, dass wesentliche operative und strategische Entscheidungen der MSH künftig der Zustimmung des Beirats mit der einfachen Mehrheit seiner Stimmen bedürfen. Dazu zählen: 

  • Genehmigung des Jahresbudgets, insbesondere Umsatz-, Investitions-, Personal- und Finanzplanungen
  • Erwerb und Veräußerungen von Unternehmen und / oder Beteiligungen
  • Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht
  • Erwerb und Veräußerung von Grundstücken sowie Abschluss von Mietverträgen
  • Aufstellung und Änderung der Geschäftsordnung für die MSH-Geschäftsführung

"Mit der Bestätigung unserer Rechtsauffassung ist die in der Satzung vorgesehene Zukunftsfähigkeit der Unternehmenssteuerung gewährleistet. Das Unternehmen ist damit jetzt voll handlungsfähig. Es ging uns von Anfang an ausschließlich um die Zukunft des Unternehmens, die wir gemeinsam mit allen Gesellschaftern sowie der Geschäftsführung und allen Mitarbeitern erfolgreich gestalten wollen", sagte Olaf Koch. "Dabei setzen wir auf eine starke Führungsmannschaft, eine hervorragende Unternehmenskultur und das starke Unternehmertum innerhalb der MSH. Es ist kein Geheimnis, dass der Handlungsbedarf groß ist und die Neuausrichtung des Geschäftsmodells überfällig war. Dies können wir nun mit voller Kraft gemeinsam in Angriff nehmen. Wir werden von Seiten der METRO GROUP alles daran setzen, dafür den notwendigen Rahmen zu schaffen." 

Zu den wichtigsten Zielsetzungen der MSH zählt vor allem die Neuausrichtung des stationären Geschäfts sowie das kompromisslose Ausrollen des Online-Angebots. "Wir sind begeistert, mit welcher Intensität die MSH-Geschäftsführung bereits die Konzepte und Maßnahmen zur Transformation des Unternehmens erarbeitet und bereits erfolgreich umgesetzt hat. Dies haben wir auch in den Geschäftszahlen in den vergangenen Wochen gesehen. Insbesondere die Entwicklung im deutschen Heimatmarkt ist sehr ermutigend. Wir sind überzeugt, dass sich die bereits eingesetzte positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis fortsetzen wird", betonte Koch. "Ein Verharren an veralteten Prinzipien und überholten Grundsätzen hätte zu einem weiteren Verlust an Relevanz und Attraktivität für unsere Kunden und damit schlussendlich zu nachhaltigen negativen Konsequenzen geführt. Wir stehen im Vorstand der Metro zu 100 Prozent hinter der Geschäftsführung und halten die Strategie, an deren Umsetzung sie arbeitet, für absolut stimmig." 

Koch fügte hinzu: "Wir haben durch die Gerichtsentscheidungen einen sehr wichtigen Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der MSH erreicht. Zugleich können alle Spekulationen um die Konsolidierung von MSH - die wir als Metro nie in Frage gestellt sahen - und die damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken endgültig ad acta gelegt werden. Dies ist auch ein wichtiges Signal für unsere Aktionäre. Media-Saturn ist fester Bestandteil der METRO GROUP und ein Unternehmen mit enormen Potenzial. Dieses zu realisieren muss jetzt im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen, im Sinne des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und Gesellschafter." Die Düsseldorfer METRO GROUP hält 75 Prozent der Anteile an Media- Saturn, Europas führendem Händler für Unterhaltungselektronik. 

Das OLG München entschied am Donnerstag außerdem, dass es eine Revision seines Urteils beim Bundesgerichtshof nicht für zulässig hält. Die METRO GROUP wurde vor Gericht von der Anwaltskanzlei Bub, Gauweiler & Partner vertreten.

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 32 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt über 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: Metro/Makro Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.