METRO GROUP steigert Umsatz in schwierigem Konsumumfeld

30. Oktober 2012

  • Umsatz der METRO GROUP wächst im 3. Quartal bereinigt um die Abgabe von Makro Großbritannien um 2,0% auf 15,9 Mrd. €
  • Ergebnis durch Eurokrise belastet und infolge deutlich niedrigerer Erträge aus Immobilienverkäufen unter Vorjahr
  • EBIT vor Sonderfaktoren erreicht im 3. Quartal 398 Mio. €
  • METRO Cash & Carry mit zweistelligem Umsatzwachstum in Russland und der Region Asien
  • Media-Saturn mit deutlich höheren Online-Umsätzen
  • Anstieg des operativen Cashflows (+296 Mio. € in 9M 2012) dank verbessertem Nettobetriebsvermögen
  • Nettoverschuldung um 0,1 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr vermindert

Trotz eines schwierigen Konsumumfelds insbesondere in der Eurozone hat die METRO GROUP im 3. Quartal 2012 den positiven Umsatztrend des ersten Halbjahres fortgesetzt: Bereinigt um die Abgabe von Makro Großbritannien stieg der Umsatz von Juli bis September im Vorjahresvergleich um 2,0% auf 15,9 Mrd. €. "Dank unserer zahlreichen Maßnahmen zur Steigerung des Kundenmehrwerts hat sich unser Geschäft überwiegend stabil gezeigt. Allerdings können diese Maßnahmen im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld nicht ihre volle Wirkung entfalten, was sich an unserem Quartalsergebnis zeigt", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte im 3. Quartal 398 Mio. € (Vorjahr: 614 Mio. €). Im Ergebnis der METRO GROUP spiegeln sich insbesondere Belastungen aus der gesamtwirtschaftlichen Situation in Süd- und Teilen Osteuropas wider. Rechnerisch ist rund die Hälfte des Ergebnisrückgangs zudem auf deutlich niedrigere Erträge aus dem Verkauf von Immobilien zurückzuführen. "Angesichts der herausfordernden konjunkturellen Lage werden wir die Neuausrichtung unserer Geschäftsmodelle weiter konsequent vorantreiben. Wir sehen uns mit den bisherigen strategischen Weichenstellungen auf dem richtigen Weg", so Koch. 

Neue Absatzkanäle und Formate, eine noch stärker den Kundenwünschen entsprechende Sortimentsgestaltung, erweiterte Kundenberatung und Serviceleistungen sowie die Preispositionierung zählten auch im 3. Quartal zu den Schwerpunkten der Vertriebslinien. METRO Cash & Carry legte etwa beim Belieferungsumsatz weiter zu: Von Januar bis September 2012 stieg der Umsatz um fast 40% auf mehr als 1,6 Mrd. € (9M 2011: 1,2 Mrd. €). Der Umsatz mit Eigenmarken im Konzern legte um 10 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro zu (9M 2011: 5,0 Mrd. €). Der Onlineumsatz von Media-Saturn verdreifachte sich nahezu auf 480 Mio. € (9M 2011: 169 Mio. €). Seit dem 3. Quartal können Media Markt- und Saturn-Kunden zudem nicht nur online und im Elektrofachmarkt, sondern auch mobil per Smartphone einkaufen. Im Real-Onlineshop wuchs der Umsatz von Januar bis September 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel auf 21 Mio. €. Zudem hat Real im 3. Quartal seine bislang separaten Websites für das stationäre Geschäft und den Onlineshop unter www.real.de vereint. Galeria Kaufhof hat dank der Aufgabe des Bereichs Unterhaltungselektronik zugunsten hochmargiger Warengruppen wie Accessoires, Bekleidung und Schuhe in nahezu allen Filialen den Marktanteil bei Textilien weiter ausgebaut. 

Neben Maßnahmen zur Umsatz- und Effizienzsteigerung wird die METRO GROUP in den kommenden Monaten ihre Aktivitäten zur Verbesserung des Cashflows und des Nettobetriebsvermögens weiter intensivieren. Auch die Senkung der Nettoverschuldung bleibt ein klares Ziel für das Unternehmen. 

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Umsatz der METRO GROUP stieg von Januar bis September 2012 um 1,5% auf 47,4 Mrd. € (9M 2011: 46,7 Mrd. €). Im 3. Quartal 2012 stieg der Umsatz um 0,6% auf 15,9 Mrd. € (Q3 2011: 15,8 Mrd. €). Bereinigt um den Verkauf von Makro UK betrug das Umsatzwachstum 2,0%. Das Geschäft von Makro UK war Anfang des 3. Quartals 2012 veräußert worden, weshalb die Umsätze und Ergebnisse seit diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Geschäftsentwicklung der METRO GROUP enthalten sind. 

In Deutschland stieg der Umsatz von Januar bis September 2012 um 0,5% auf 17,8 Mrd. €. Im 3. Quartal sank der Umsatz auch aufgrund eines fehlenden Verkaufstags im September sowie eines rückläufigen Geschäfts mit Nicht-Lebensmitteln um 2,0% auf 5,9 Mrd. €. Dagegen zeigte Galeria Kaufhof auch flächenbereinigt eine sehr positive Umsatzentwicklung. 

Der Umsatz im internationalen Geschäft stieg von Januar bis September 2012 um 2,2% auf 29,5 Mrd. € (in Landeswährung: +2,0%). Der internationale Umsatzanteil stieg von 61,9% auf 62,3%. Im 3. Quartal legte der Umsatz um 2,2% auf 10,0 Mrd. € (in Landeswährung +0,7%). 

In Westeuropa sank der Umsatz von Januar bis September 2012 um 2,9% auf 14,3 Mrd. € (in Landeswährung: -3,1%) und war maßgeblich durch die Abgabe von Saturn Frankreich im Vorjahr sowie den Verkauf von Makro UK Anfang des 3. Quartals 2012 beeinträchtigt. Bereinigt um diese Veräußerungen lag der Umsatz knapp über dem Vorjahreszeitraum. Im Laufe des 3. Quartals belasteten die wirtschaftlichen Probleme in mehreren wichtigen Märkten zunehmend die Umsatzentwicklung. Der Umsatz sank im 3. Quartal um 5,4% auf 4,7 Mrd. € (in Landeswährung: -5,6%). 

Der Umsatz in Osteuropa wuchs von Januar bis September 2012 um 3,8% auf 12,6 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz um 5,2%. Im 3. Quartal hielt die hohe Wachstumsdynamik an. Der Umsatz legte um 6,2% auf 4,4 Mrd. € (in Landeswährung: +4,8%) zu. 

In der Region Asien/Afrika setzte sich die weiterhin hohe Wachstumsdynamik fort. Der Umsatz stieg von Januar bis September 2012 deutlich um 28,7% auf 2,7 Mrd. €. In Landeswährung wuchs der Umsatz um 17,7%. Im 3. Quartal legte der Umsatz weiter zu und stieg um 32,2% auf 0,9 Mrd. € (in Landeswährung: +19,1%). 

METRO GROUP 9M 2011
(in Mrd. €)
9M 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 46,7 47,4 1,5% 1,4%
Deutschland 17,8 17,8 0,5% 0,5%
Westeuropa (ohne D) 14,7 14,3 -2,9% -3,1%
Osteuropa 12,1 12,6 3,8% 5,2%
Asien/Afrika 2,1 2,7 28,7% 17,7%
METRO GROUP Q3 2011
(in Mrd. €)
Q3 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 15,8 15,9 0,6% -0,3%
Deutschland 6,0 5,9 -2,0% -2,0%
Westeuropa (ohne D) 5,0 4,7 -5,4% -5,6%
Osteuropa 4,2 4,4 6,2% 4,8%
Asien/Afrika 0,7 0,9 32,2% 19,1%

Das betriebliche Ergebnis EBIT bereinigt um Sonderfaktoren ging in den ersten neun Monaten von 1.066 Mio. € auf 704 Mio. € zurück, inklusive der Sonderfaktoren in Höhe von 297 Mio. € (9M 2011: 93 Mio. €). sank es auf 407 Mio. € (9M 2011: 972 Mio. €). Bei den Sonderfaktoren handelt es sich im Wesentlichen um den Wertminderungsaufwand in Höhe von 166 Mio. € aus dem Verkauf von Makro UK sowie um Aufwendungen in Höhe von 131 Mio. € insbesondere für Restrukturierungsmaßnahmen. Neben dem flächenbereinigten Umsatzrückgang in Süd- und Teilen Osteuropas belasteten die gezielten Investitionen in neue Kompetenzen, Absatzkanäle und die Preispositionierung im Rahmen der strategischen Neuausrichtung das Ergebnis. Im 3. Quartal 2012 sank das EBIT vor Sonderfaktoren von 614 Mio. € auf 398 Mio. €. Für den Rückgang war auch das Segment Immobilien verantwortlich. Im Ergebnis des Vorjahresquartals war die erfolgreiche Platzierung eines Immobilienpakets in Italien mit einem Ergebnisbeitrag in Höhe von mehr als 100 Mio. € enthalten. 

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich in den ersten neun Monaten 2012 vor Sonderfaktoren auf 275 Mio. € (9M 2011: 557 Mio. €). Vor Sonderfaktoren sank das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis auf 154 Mio. € (9M 2011: 294 Mio. €). Im 3. Quartal lag das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis bei 125 Mio. € (Q3 2011: 227 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bereinigt um Sonderfaktoren in den ersten neun Monaten 2012 bei 0,47 € nach 0,90 € im Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal ging das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren auf 0,38 € (Q3 2011: 0,70 €) zurück. 

Der operative Cashflow der METRO GROUP hat sich weiter verbessert: Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierte von Januar bis September 2012 ein Mittelabfluss von 2,1 Mrd. € nach 2,4 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Der Cashflow verbesserte sich trotz des EBIT-Rückgangs dank einer strikten Bestandsführung und einem verbesserten Lieferantenmanagement. Die Veraenderung des Nettobetriebsvermögens verbesserte sich merklich um 398 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dank der verbesserten operativen Cashflow-Entwicklung hat sich die Nettoverschuldung gegenüber dem 30. September 2011 um 0,1 Mrd. € vermindert. 

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) 9M 2011 9M 2012
EBIT vor Sonderfaktoren 1.066 704
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 557 275
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 294 154
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 0,90 0,47
EBIT 972 407
Ergebnis vor Steuern (EBT) 463 -44
Periodenergebnis 266 -21
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 227 -26
Ergebnis je Aktie 0,69 -0,08
Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q3 2011 Q3 2012
EBIT vor Sonderfaktoren 614 398
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 428 236
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 227 125
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 0,70 0,38
EBIT 563 346
Ergebnis vor Steuern (EBT) 377 162
Periodenergebnis 211 89
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 190 77
Ergebnis je Aktie 0,58 0,24

Ausblick

Die METRO GROUP geht weiterhin von einer sehr unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage aus, die sich negativ auf die Konsumentenstimmung auswirkt. Dies gilt insbesondere für die Krisenländer Südeuropas, in denen Rekordarbeitslosigkeit und Fiskalmaßnahmen zur Eindämmung von Staatsverschuldung die Konsumausgaben insbesondere für Nicht-Lebensmittel erheblich belasten. 

Die anhaltend schwierige volkswirtschaftliche Lage in zahlreichen europäischen Ländern bremst die positive Umsatzentwicklung im ganzen Jahr 2012 ab. Dem gegenüber steht eine Vielzahl von Maßnahmen in allen Vertriebslinien, die Umsatzsteigerungen zum Ziel haben und auch erste Erfolge verzeichnen. Diese Maßnahmen haben im bisherigen Jahresverlauf dazu beigetragen, den krisenbedingten Rückgang der Konsumausgaben zu kompensieren, obgleich das Ergebnis weiter unter Druck steht. Die METRO GROUP geht daher auch für das Gesamtjahr von einem Umsatzanstieg aus, beim EBIT vor Sonderfaktoren wird mit einem Wert von rund 2 Mrd. € gerechnet. 

Entwicklung der Geschäftssegmente

METRO Cash & Carry mit dynamischem Umsatzwachstum in Osteuropa und Asien

Der Umsatz von METRO Cash & Carry stieg von Januar bis September 2012 um 2,1% auf 23,0 Mrd. € (in Landeswährung: +1,6%). Hierzu trug insbesondere die dynamische Entwicklung in Osteuropa und Asien bei. Der flächenbereinigte Umsatz verbesserte sich um 0,5%. Im 3. Quartal setzte sich das Umsatzwachstum aus dem 1. Halbjahr fort. Der beschleunigte wirtschaftliche Abschwung in Südeuropa und Teilen Osteuropas belastete jedoch das Geschäft der Kunden und damit die Umsatzentwicklung von METRO Cash & Carry. Daher war insbesondere der Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln in vielen Ländern weiterhin rückläufig. 

In Deutschland sank der Umsatz von Januar bis September 2012 um 3,0% auf 3,6 Mrd. €. Der Rückgang ist fast ausschließlich auf die Optimierung des Standortportfolios zurückzuführen (Q4 2011: 10 Schließungen). Im 3. Quartal blieb die Umsatzentwicklung gegenüber dem 1. Halbjahr zurück. Neben einem fehlenden Verkaufstag im September ist der Rückgang vor allem auf ein schwächeres Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen. Der Umsatz in Westeuropa erreichte von Januar bis September 2012 trotz der weiter verschärften makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie dem Verkauf von Makro UK insgesamt 8,2 Mrd. In einem schwierigen Gesamtmarkt gewann METRO Cash & Carry weitere Marktanteile. Gegen Ende des 3. Quartals verschlechterte sich die Umsatzentwicklung insbesondere in Südeuropa deutlich. Betroffen ist vor allem das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. In Osteuropa wuchs der Umsatz von Januar bis September 2012 trotz der schwierigen makroökonomischen Bedingungen dynamisch um 4,4% auf 8,7 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz sogar um 5,4%. Auch flächenbereinigt legte der Umsatz spürbar um 1,8% zu. Damit baute METRO Cash & Carry seine Marktanteile in vielen Ländern weiter aus. Im 3. Quartal setzte sich die positive Umsatzentwicklung in Osteuropa abermals fort. In Russland wuchs der flächenbereinigte Umsatz zum wiederholten Mal zweistellig. In Rumänien konnte die Umsatzentwicklung im 3. Quartal an das gute 2. Quartal anknüpfen und der flächenbereinigte Umsatz legte weiter zu. Insgesamt wiesen 10 von 14 Ländern im 3. Quartal einen besseren Umsatztrend als im ersten Halbjahr 2012 auf. Der Umsatz in Asien/Afrika stieg im Zeitraum von Januar bis September 2012 um 28,0% auf 2,6 Mrd. € (in Landeswährung: +17,1%). Alle Länder wiesen, auch in Landeswährung, wieder hohe Wachstumsraten auf. Ende des 3. Quartals war China bereits das viertgrößte Cash & Carry-Land weltweit. Der internationale Anteil am Umsatz stieg von Januar bis September 2012 von 83,7% auf 84,5%. 

Im Wesentlichen infolge der Veräußerung von Makro UK sowie durch Restrukturierungskosten ging das EBIT von Januar bis September 2012 auf 256 Mio. € zurück (9M 2011: 527 Mio. €). Insgesamt fielen Sonderfaktoren in Höhe von 200 Mio. € an (9M 2011: 42 Mio. €) und beinhalten neben der Veräußerung von Makro UK (123 Mio. €) auch Aufwendungen für die Restrukturierung in mehreren Ländern, vor allem für METRO Cash & Carry Deutschland. Das EBIT vor Sonderfaktoren betrug von Januar bis September 456 Mio. € (9M 2011: 569 Mio. €). Der Ergebnisrückgang reflektiert den Aufbau von Funktionen zur Steigerung des Kundennutzens, die durch Effizienzsteigerungen in anderen Bereichen nur zum Teil kompensiert werden konnten. Überdies war das Ergebnis durch höhere Expansionskosten und Preisinvestitionen belastet. Im 3. Quartal war die Ergebnisentwicklung darüber hinaus durch eine schwächere Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche insbesondere in Südeuropa beeinträchtigt: Das EBIT vor Sonderfaktoren sank von 276 Mio. € auf 237 Mio. €.

Metro Cash & Carry 9M 2011
(in Mrd. €)
9M 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 22,5 23,0 2,1% 1,6%
Deutschland 3,7 3,6 -3,0% -3,0%
Westeuropa (ohne D) 8,6 8,2 -3,9% -3,9%
Osteuropa 8,3 8,7 4,4% 5,4%
Asien/Afrika 2,0 2,6 28,0% 17,1%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 569 Mio. 456 Mio. -113 Mio.  
Metro Cash & Carry Q3 2011
(in Mrd. €)
Q3 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 7,7 7,8 0,8% -0,6%
Deutschland 1,2 1,2 -5,1% -5,1%
Westeuropa (ohne D) 3,0 2,7 -9,3% -9,3%
Osteuropa 2,9 3,1 6,6% 5,3%
Asien/Afrika 0,7 0,9 32,2% 19,2%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 276 Mio. 237 Mio. -39 Mio.  

Real mit flächenbereinigtem Umsatzwachstum in Deutschland

Der Umsatz von Real sank von Januar bis September 2012 leicht um 0,4% auf 7,9 Mrd. €. In Landeswährung stieg der Umsatz um 0,3%. Bedingt durch eine schwächere Entwicklung bei Nicht-Lebensmitteln ging der Umsatz im 3. Quartal 2012 um 1,5% auf 2,6 Mrd. € zurück (in Landeswährung: -1,7%). Neben einer Treueaktion im Sommer, die unter den Erwartungen blieb, führte die Verlagerung des Kampagnenschwerpunkts in das 4. Quartal zu einem Umsatzrückgang vor allem bei Nicht-Lebensmitteln. Daneben belastete auch ein fehlender Verkaufstag die Umsatzentwicklung. Der Real Onlineshop wuchs weiter sehr dynamisch. Von Januar bis September 2012 hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als ein Drittel ausgeweitet. 

In Deutschland lag der Umsatz von Januar bis September 2012 auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums und erreichte 5,8 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz jedoch um 0,7%. Damit hat Real trotz Flächenabgaben seine Position im SB-Warenhaussegment behauptet. Der Umsatz in Osteuropa ging von Januar bis September 2012 wechselkursbedingt um 1,4% auf 2,1 Mrd. € zurück. In Landeswährung stieg der Umsatz jedoch um 1,3%. Im 3. Quartal stieg der Umsatz um 1,3% auf 0,7 Mrd. € (in Landeswährung: +0,7%). Steigende Umsätze mit Lebensmitteln konnten die weiterhin schleppende Nachfrage nach Nicht-Lebensmitteln mehr als kompensieren. Alle Länder bis auf Polen wuchsen flächenbereinigt. In Rumänien setzte sich die Trendwende weiter fort: Erstmals seit mehr als zwei Jahren wurde wieder ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum erzielt. Russland erzielte weiterhin überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren lag in den ersten neun Monaten 2012 bei -4 Mio. € (9M 2011:13 Mio. €). Im 3. Quartal ging das EBIT vor Sonderfaktoren von 24 Mio. € auf 2 Mio. € zurück. Dabei konnte ein besseres Ergebnis im internationalen Geschäft den umsatz- und warenbedingten Ergebnisrückgang aus der Verlagerung des Kampagnenschwerpunkts in das 4. Quartal in Deutschland nicht kompensieren.  

Real 9M 2011
(in Mrd. €)
9M 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 7,9 7,9 -0,4% 0,3%
Deutschland 5,8 5,8 0,0% 0,0%
Osteuropa 2,1 2,1 -1,4% 1,3%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 13 Mio. -4 Mio. -17 Mio.  
Real Q3 2011
(in Mrd. €)
Q3 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 2,6 2,6 -1,5% -1,7%
Deutschland 1,9 1,9 -2,6% -2,6%
Osteuropa 0,7 0,7 -1,3% 0,7%
EBIT (vor Sonderfaktoren) 24 Mio. 2 Mio. -22 Mio.  

Media-Saturn wächst in Osteuropa weiterhin dynamisch

Der Umsatz von Media-Saturn stieg von Januar bis September 2012 in einem zunehmend schwieriger werdenden Markt um 2,0% auf 14,3 Mrd. € (in Landeswährung: +2,0%). Im 3. Quartal stieg der Umsatz um 1,4% auf 4,8 Mrd. €. Der Onlinehandel wuchs dynamisch durch die Akquisition von Redcoon im Vorjahr und dem erfolgreichen Start der Mehrkanalangebote. Der Onlineumsatz legte auf 480 Mio. € zu (9M 2011: 169 Mio. €). 

In Deutschland wuchs der Umsatz von Januar bis September 2012 um 3,4% auf 6,5 Mrd. €. Flächenbereinigt lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im 3. Quartal war die Umsatzentwicklung auch wegen eines fehlenden Verkaufstages leicht rückläufig. Das Mehrkanalangebot wurde weiterhin sehr positiv von den Kunden angenommen. Das Produktangebot wurde weiter ausgebaut und umfasste Ende September rund 6.000 Artikel bei Mediamarkt.de und über 6.500 bei Saturn.de. Der Onlineumsatz erreichte von Januar bis September 235 Mio. €. Damit wurden 3,6% des Umsatzes online generiert. 

In Westeuropa ging der Umsatz von Januar bis September 2012 um 1,5% zurück (in Landeswährung: -1,9%). Bereinigt um die Abgabe von Saturn Frankreich stieg der Umsatz jedoch um 2,3%. Das schwierige konjunkturelle Umfeld belastet die Nachfrage nach Unterhaltungselektronik, insbesondere in den südeuropäischen Ländern, deutlich. In diesem Umfeld konnte Media-Saturn jedoch seine Marktanteile ausbauen. Im 3. Quartal stieg der Umsatz von Media-Saturn um 0,5%. Der Onlineumsatz in Westeuropa entwickelte sich weiterhin sehr dynamisch und erreichte 231 Mio. €. In den Niederlanden und in Italien lag das Onlineumsatzwachstum von Media-Saturn über dem des Onlinemarktes. 

In Osteuropa stieg der Umsatz von Januar bis September 2012 deutlich um 7,0% auf 1,8 Mrd. € (in Landeswährung: +8,8%). Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 2,3%. Im 3. Quartal legte der Umsatz vor allem in Russland und der Türkei deutlich zu. In Asien stieg der Umsatz expansionsbedingt weiter. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren sank von Januar bis September 2012 auf -6 Mio. € (9M 2011: 163 Mio. €). Neben dem umsatzbedingten Ergebnisrückgang belasteten die Schärfung des Preisprofils sowie verminderte Werbekostenzuschüsse das Ergebnis. Hinzu kamen höhere Expansionskosten, höhere Anlaufverluste sowie Kosten für den weiteren Ausbau des Mehrkanalgeschäfts. Auch im 3. Quartal war das Ergebnis insbesondere durch die rückläufige flächenbereinigte Umsatzentwicklung sowie Preisinvestitionen belastet. Dennoch war das EBIT vor Sonderfaktoren im 3. Quartal mit 73 Mio. € wieder deutlich positiv. Zu diesem positiven Ergebnis hat Deutschland wesentlich beigetragen. 

Media-Saturn 9M 2011
(in Mrd. €)
9M 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 14,0 14,3 2,0% 2,0%
Deutschland 6,3 6,5 3,4% 3,4%
Westeuropa (ohne D) 6,0 6,0 -1,5% -1,9%
Osteuropa 1,7 1,8 7,0% 8,8%
Asien (China) 61 Mio. 100 Mio. 39 Mio.  
EBIT (vor Sonderfaktoren) 163 Mio. -6 Mio. -101 Mio.  
Media-Saturn Q3 2011
(in Mrd. €)
Q3 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in Landeswährung
Umsatz 4,7 4,8 1,4% 0,9%
Deutschland 2,1 2,1 -0,6% -0,6%
Westeuropa (ohne D) 2,0 2,0 -0,5% 0,3%
Osteuropa 0,6 0,7 9,6% 7,4%
Asien (China) 22 Mio. 30 Mio. 8 Mio.  
EBIT (vor Sonderfaktoren) 141 Mio. 73 Mio. -68 Mio.  

Galeria Kaufhof mit deutlichem Umsatzwachstum im 3. Quartal 2012

Der Umsatz von Galeria Kaufhof lag von Januar bis September 2012 leicht über dem Vorjahreszeitraum und stieg auf 2,1 Mrd. €. Flächenbereinigt lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im 3. Quartal verbesserte sich die Umsatzentwicklung deutlich und stieg um 1,8% auf 0,7 Mrd. €. Der flächenbereinigte Umsatz legte sogar um 2,8% zu. 

In Deutschland hat Galeria Kaufhof von Januar bis September 11 weitere Standorte grundlegend modernisiert. Der Bereich Unterhaltungselektronik wurde mittlerweile in nahezu allen Filialen zugunsten hochmargiger Warengruppen aus den Bereichen Accessoires, Bekleidung und Schuhe aufgegeben. In den ersten neun Monaten steigerte Galeria Kaufhof den Umsatz trotz vier Schließungen leicht auf 2,0 Mrd. €. Im 3. Quartal wuchs der Umsatz trotz eines fehlenden Verkaufstags um 2,1%. Flächenbereinigt stieg der Umsatz sogar um 3,3%. 

In Westeuropa legte der Umsatz von Januar bis September 2012 um 0,7% zu. Dabei profitierte das Geschäft von einer guten Entwicklung bei Textilien. Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz um 0,6%. Im 3. Quartal ging der Umsatz zurück, da der Sommerschlussverkauf bereits am Ende des 2. Quartals startete. Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich von Januar bis September 2012 dank einer besseren Rohertragsmarge im Zuge der Verkaufsflächenoptimierung sowie eines strikten Kostenmanagements auf -24 Mio. € (9M 2011: -40 Mio. €). Auch im 3. Quartal verbesserte sich Galeria Kaufhof deutlich. Das EBIT vor Sonderfaktoren lag dank eines höheren Warenergebnisses sowie Kosteneinsparungen bei -2 Mio. € (Q3 2011: -9 Mio. €). 

Galeria Kaufhof 9M 2011
(in Mrd. €)
9M 2012
(in Mrd. €)
Veränderung
Umsatz 2,1 2,1 0,1%
Deutschland 2,0 2,0 0,1%
Westeuropa 0,1 0,1 0,7%
EBIT (vor Sonderfaktoren) -40 Mio. -24 Mio. 16 Mio.
Galeria Kaufhof Q3 2011
(in Mrd. €)
Q3 2012
(in Mrd. €)
Veränderung
Umsatz 0,7 0,7 1,8%
Deutschland 0,6 0,7 2,1%
Westeuropa 45 Mio. 44 Mio. -1 Mio.
EBIT (vor Sonderfaktoren) -9 Mio. -2 Mio. 7 Mio.

Immobilien

Das Segment Immobilien umfasst die Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen. Zum 30. September 2012 befanden sich 653 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31.12.2011: 688). 

Das Ergebnis des Immobiliensegments besteht im Wesentlichen aus Erträgen von Mietverhältnissen mit den Vertriebslinien der METRO GROUP. Das EBIT vor Sonderfaktoren sank auf 411 Mio. € (9M 2011: 520 Mio. €). Dieser Rückgang ist vor allem durch geringere Beiträge aus dem aktiven Portfoliomanagement im 3. Quartal bedingt. Im 3. Quartal betrug das EBIT vor Sonderfaktoren 128 Mio. € (Q3 2011: 245 Mio. €). Im Vorjahresquartal beinhaltete das EBIT den Gewinn aus dem Verkauf eines Immobilienpakets in Italien. Zudem entfallen seit dem 3. Quartal die Mieterträge von Makro UK. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 32 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt über 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/Makro Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.