METRO GROUP steigert 2012 Umsatz in schwierigem Konsumumfeld

20. März 2013

  • Umsatz steigt um 1,2% auf 66,7 Mrd. € (bereinigt um Portfoliomaßnahmen: +2,3%); EBIT vor Sonderfaktoren erreicht rund 2,0 Mrd. €
  • Operativer Cashflow um rund 250 Mio. € verbessert
  • Nettoverschuldung sinkt um 830 Mio. € auf 3,2 Mrd. €
  • Dividende von 1,00 € pro Stammaktie vorgeschlagen
  • Prognose Rumpfgeschäftsjahr 2013: Moderate Umsatzsteigerung vor Portfolioveränderungen erwartet, EBIT vor Sonderfaktoren inklusive Immobilienerträgen über Vorjahreszeitraum

Die METRO GROUP hat sich im Geschäftsjahr 2012 in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld insgesamt solide entwickelt. Der Konzernumsatz stieg um 1,2% auf 66,7 Mrd. €, bereinigt um Portfoliomaßnahmen legte er um 2,3% zu. Das EBIT vor Sonderfaktoren erreichte 1,976 Mrd. € und lag damit im Rahmen der angepassten Prognose. Gleichzeitig hat das Unternehmen den operativen Cashflow um 11,9% auf 2,340 Mrd. € gesteigert und die Nettoverschuldung um 20,4% auf 3,245 Mrd. € verringert. "Das durch die Staatsschuldenkrise anhaltend schwierige Konsumumfeld in zahlreichen Ländern Europas belastete 2012 erneut die Geschäftsentwicklung der METRO GROUP", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Dank erster Erfolge bei unseren Maßnahmen zur Steigerung des Kundenmehrwerts haben wir dennoch unsere Prognose erfüllt sowie Cashflow und Verschuldung signifikant verbessert." Der Hauptversammlung wird eine Dividende von 1,00 € pro Stammaktie (Vorjahr: 1,35 €) vorgeschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 52,9% nach 51,3% im Vorjahr. 

Die METRO GROUP hat im vergangenen Jahr intensiv in die Weiterentwicklung des Unternehmens investiert und zahlreiche strategische und strukturelle Veränderungen auf den Weg gebracht. "2012 war für die METRO GROUP das Jahr der Neuausrichtung. Wir haben in allen Vertriebslinien unsere Services und Prozesse darauf konzentriert, Mehrwert für den Kunden zu schaffen", sagte Koch. Mit dem erfolgreichen Ausbau der Belieferungs- und Mehrkanal-Aktivitäten, der Verbesserung der Sortimente und deren Preisposition sowie der weiteren Stärkung der Eigenmarken hat die METRO GROUP die kundenorientierte Neuausrichtung des Geschäfts maßgeblich vorangetrieben. Zudem hat die METRO GROUP im vergangenen Jahr ihr Portfolio spürbar gestrafft, um sich auf die Kerngeschäftsfelder zu konzentrieren. Damit verbunden sind hohe Einmalaufwendungen, die 2012 das Ergebnis belastet haben. "Wir haben im vergangenen Jahr elementare Veränderungen umgesetzt. Dies hat Geld gekostet und war auch an vielen Stellen schmerzhaft - aber wir verändern uns deutlich zum Positiven. Wir haben 2012 erste Voraussetzungen für langfristiges Wachstum geschaffen." 

Im Geschäftsjahr 2012 haben die Vertriebslinien der METRO GROUP in zahlreichen Ländern ihren Marktanteil gesteigert. Zudem hat sich das Unternehmen auf neue Absatzkanäle und Formate, eine noch stärker den Kundenwünschen entsprechende Sortimentsgestaltung sowie erweiterte Kundenberatung und Serviceleistungen fokussiert. Der Mehrkanal-Umsatz stieg 2012 konzernweit an. Bei Media-Saturn etwa hat sich der Onlineumsatz auf 0,8 Mrd. € mehr als verdoppelt; damit erzielte Media-Saturn rund 4% des Umsatzes online. Bei Galeria Kaufhof hat sich der Onlineumsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Auch beim Eigenmarken-Umsatz verzeichnete der Konzern ein Wachstum: Bei METRO Cash & Carry stieg der Umsatzanteil mit Eigenmarken auf 16,7% an, bei Real auf 13,2% und bei Galeria Kaufhof erreichte er 19%. Den Belieferungsumsatz steigerte METRO Cash & Carry zudem um mehr als 30% auf 2,2 Mrd. €. 

Geschäftsentwicklung 2012

Trotz einer Verschärfung der Marktbedingungen - insbesondere in Südeuropa - hat die METRO GROUP im Geschäftsjahr 2012 den Umsatz um 1,2% auf 66,7 Mrd. € gesteigert. In lokaler Währung belief sich das Wachstum auf 0,8%. Bereinigt um die Abgaben von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich und von Media-Saturn in Frankreich legte der Umsatz sogar um 2,3% zu. 

In Deutschland stieg der Umsatz um 0,6% auf 25,6 Mrd. €. Im internationalen Geschäft nahm er sogar um 1,6% zu. Der internationale Umsatzanteil erhöhte sich damit leicht von 61,4% auf 61,6%. In Westeuropa verringerte sich der Umsatz um 4,3% auf 19,8 Mrd. €. Eine Ursache hierfür war außer der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa insbesondere die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich. Portfoliobereinigt ging der Umsatz in Westeuropa lediglich um 2,2% zurück. Der Umsatz in Osteuropa legte hingegen deutlich um 4,8% auf 17,8 Mrd. € zu. Eine hohe Wachstumsdynamik war in der Region Asien/Afrika zu beobachten. Dort stieg der Umsatz signifikant um 26,2% auf 3,5 Mrd. €. Damit lag der Umsatzanteil dieser Region 2012 erstmals oberhalb von 5% des Gesamtumsatzes der METRO GROUP. 

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren belief sich auf 1.976 Mio. € und entwickelte sich damit innerhalb der Prognose von rund 2 Mrd. €. Nach Sonderfaktoren sank das Konzern-EBIT um 722 Mio. € auf 1.391 Mio. €. Bei den Sonderfaktoren in Höhe von insgesamt 585 Mio. € handelt es sich insbesondere um Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich sowie mit der Beendigung der Geschäftstätigkeit von Media Markt in China und Effekte aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa. Der Großteil dieser einmaligen Kosten sind Investitionen in die Zukunft und das künftige Wachstum des Unternehmens. Insofern werden die künftigen positiven Effekte auf mittlere Sicht die jetzt verbuchten Sonderfaktoren überkompensieren. 

Aufgrund der Einmalaufwendungen ging das Ergebnis vor Steuern auf 810 Mio. € (Vorjahr: 1.473 Mio. €) zurück. Da die Einmalaufwendungen und die laufenden Verluste nicht mit latenten Steuern bewertet werden, sank der Steueraufwand nicht proportional zum Ergebnis. Dies führte zu einem Anstieg der Steuerquote auf 87,5%. 

Das Periodenergebnis vor Sonderfaktoren betrug 717 Mio. € (Vorjahr 979 Mio. €) und wurde um Sonderfaktoren in Höhe von 615 Mio. € (Vorjahr 238 Mio. €) bereinigt. Nach Sonderfaktoren betrug das Periodenergebnis 101 Mio. €. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von 98 Mio. € verblieb ein auf die Aktionäre der METRO AG entfallendes Periodenergebnis nach Sonderfaktoren von 3 Mio. € (Vorjahr 631 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren lag bei 1,89 € (Vorjahr 2,63 €). Nach Sonderfaktoren betrug das Ergebnis je Aktie 0,01 € (Vorjahr 1,93 €). Vorstand und Aufsichtsrat der METRO AG schlagen der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 eine Dividende von 1,00 € (2011: 1,35 €) je Stammaktie und 1,06 € (2011: 1,485 €) je Vorzugsaktie vor. 

  Vor Sonderfaktoren Nach Sonderfaktoren
Ergebnis METRO GROUP (in Mio. €) 2011 2012 2011 2012
EBIT 2.372 1.976 2.113 1.391
Ergebnis vor Steuern 1.732 1.417 1.473 810
Periodenergebnis 979 717 741 101
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 859 619 631 3
Ergebnis je Aktie 2,63 € 1,89 € 1,93 € 0,01 €

Der operative Cashflow der METRO GROUP hat sich um rund 250 Mio. € weiter verbessert: Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten im Geschäftsjahr 2012 Mittelzuflüsse von 2.340 Mio. € (Vorjahr 2.092 Mio. €) generiert werden. Das Nettobetriebsvermögen verbesserte sich im Jahresverlauf vor allem dank einer strikten Bestandsführung um 80 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum Insgesamt hat das Unternehmen den operativen und investiven Cashflow deutlich auf 1,714 Mrd. € (Vorjahr: 1,020 Mrd. €) gesteigert. Dies spiegelt sich auch in der Reduzierung der Nettoverschuldung um 830 Mio. € auf 3,245 Mrd. € wider. 

Ausblick

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 erwartet die METRO GROUP trotz des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein moderates Umsatzwachstum (bereinigt um Portfolioänderungen). Im darauf folgenden Geschäftsjahr 2013/14 geht die METRO GROUP gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von einer Fortsetzung des moderaten Umsatzwachstums aus. In Summe gehen wir bei dieser Einschätzung von nahezu stabilen Wechselkursen aus. 

Die Ergebnisentwicklung wird im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von einer unsicheren wirtschaftlichen Lage geprägt sein. Dementsprechend wird die METRO GROUP auch in diesem Jahr und den kommenden Jahren weiterhin einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle legen. Beim EBIT vor Sonderfaktoren erwarten wir im Rumpfgeschäftsjahr 2013 einen Wert oberhalb des Vorjahreszeitraums (704 Mio. €). Dabei gehen wir von höheren Erträgen aus Immobilienverkäufen als im Vorjahreszeitraum aus. Operativ erwarten wir auch aufgrund fehlender sportlicher Großereignisse eine Entwicklung, die unterhalb des Niveaus der ersten neun Monate 2012 liegen wird. Hierbei gehen wir von relativ stabilen Ergebnisbeiträgen von Media-Saturn, Real und Galeria Kaufhof aus. Bei METRO Cash & Carry rechnen wir – aufgrund der weiterhin notwendigen Investitionen zur Sicherung des langfristigen Erfolges – mit einem Rückgang des Ergebnisses. Auch wird das konjunkturelle Klima in zahlreichen Ländern Süd- und Osteuropas herausfordernd bleiben. Im Rumpfgeschäftsjahr erwarten wir zudem aus dem Verkauf unserer Real-Aktivitäten in Osteuropa einen positiven Einfluss auf den Cashflow und eine deutliche Reduzierung der Nettoverschuldung. Für das Geschäftsjahr 2013/14 gehen wir gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von einem Anstieg des EBIT vor Sonderfaktoren aus, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nachhaltig verschlechtern. 

Neben Maßnahmen zur Umsatz- und Effizienzsteigerung wird die METRO GROUP im Rumpfgeschäftsjahr ihre Aktivitäten zur Verbesserung des Cashflows und des Nettobetriebsvermögens weiter intensivieren. Auch die Investitionsdisziplin und die Senkung der Nettoverschuldung bleiben klare Ziele für das Unternehmen. Hierdurch erwartet die METRO GROUP eine deutliche Stärkung der finanziellen Substanz des Unternehmens, auch wenn 2013 vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein herausforderndes Geschäftsjahr sein wird. 

Entwicklung der Geschäftssegmente

METRO Cash & Carry

Der Umsatz von METRO Cash & Carry stieg 2012 um 1,7% auf 31,6 Mrd. €. Insbesondere Russland, China und die Türkei trugen zu der positiven Entwicklung bei. Auf vergleichbarer Fläche legte der Umsatz um 0,2% zu. Das Umsatzwachstum war spürbar durch den Marktaustritt aus dem Vereinigten Königreich beeinträchtigt; bereinigt um diese Portfolioänderung wuchs der Umsatz um 3,2%. 

In Deutschland ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 3,3% auf 5,0 Mrd. € zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die Optimierung des Standortportfolios zurückzuführen, die 10 Schließungen im vierten Quartal 2011 umfasste, sowie auf ein schwächeres Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. Flächenbereinigt sank der Umsatz hingegen nur um 0,7%. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren sank um 17,5% auf 947 Mio. €. Nach Sonderfaktoren betrug das EBIT 684 Mio. € (2011: 1.037 Mio. €). Der Rückgang ist unter anderem dadurch bedingt, dass METRO Cash & Carry in neue Funktionen zur Steigerung des Kundenmehrwerts investiert hat. Dazu zählen zum Beispiel eine kundenorientierte Umgestaltung des Sortiments sowie eine Ausweitung des Kundenmanagements und des Belieferungsgeschäfts. Die Entwicklung konnte zum Teil kompensiert werden durch Effizienzsteigerungen in anderen Bereichen. Überdies belasteten höhere Expansionskosten und Preisinvestitionen das Ergebnis. Weitere Beeinträchtigungen ergaben sich aus einer schwächeren Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche in Südeuropa. Mit einer EBIT-Marge vor Sonderfaktoren von 3,0 Prozent konnte METRO Cash & Carry in einem schwierigen Umfeld eine solide Rendite erzielen. 

Zum 31. Dezember 2012 war METRO Cash & Carry in 29 Ländern an 743 Standorten vertreten. 

Real

Der Umsatz von Real erreichte im Jahr 2012 trotz Standortabgaben das Vorjahresniveau von 11,0 Mrd. €. Auf vergleichbarer Fläche stieg der Umsatz leicht um 0,1%. 

In Deutschland lag der Umsatz trotz der Standortabgaben leicht über dem Vorjahresniveau; er stieg um 0,1% auf 8,1 Mrd. €. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 1,0%. Der positive Umsatztrend der ersten 9 Monate verstärkte sich im Schlussquartal vor allem infolge des "Real Deals": Hier wurde im Oktober jeden Tag ein ausgewähltes Produkt zu einem besonders günstigen Preis angeboten. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren sank um 32 Mio. € auf 102 Mio. €. Nach Sonderfaktoren erreichte das EBIT 25 Mio. € (2011: 94 Mio. Euro). Der Rückgang ist auch durch Belastungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Osteuropageschäfts an das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan Ende November 2012 bedingt. 

Ende 2012 war Real in 6 Ländern mit 421 Standorten präsent. 

Media-Saturn

Media-Saturn hat die führende Marktposition in Europa 2012 erneut bestätigt. Der Umsatz stieg trotz der anhaltend schwierigen konjunkturellen Bedingungen um 1,8% auf 21,0 Mrd. €. Bereinigt um den Verkauf des Geschäfts in Frankreich im Jahr 2011, legte der Umsatz sogar deutlich um 2,9% zu. Das Wachstum von Media-Saturn wurde auch durch die Akquisition von Redcoon unterstützt. 

In Deutschland entwickelte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2012 überaus positiv und erreichte 9,6 Mrd. €. Flächenbereinigt legte er um 1,0% zu. Erstmals seit 2009 war damit wieder ein Plus zu verzeichnen. Zurückführen lässt sich die positive Umsatzentwicklung im Jahresverlauf auf Investitionen, die das stationäre Geschäft von Media-Saturn attraktiver gemacht haben, auf den konsequenten Ausbau der Internetpräsenz sowie auf die erhöhte Nachfrage nach Unterhaltungselektronik zur Zeit der Fußball-Europameisterschaft. 2012 hat Media-Saturn weitere Marktanteile gewonnen. 

Das EBIT vor Sonderfaktoren sank von 542 Mio. € auf 326 Mio. €. Nach Sonderfaktoren betrug das EBIT 235 Mio. € (Vorjahr 493 Mio. €). Dieser Rückgang ist vor allem auf Preisinvestitionen sowie die bilanzielle Vorsorge in Höhe 95 Mio. € für die Beendigung der Geschäftstätigkeit von Media-Markt in China zurückzuführen. Positiv bemerkbar machte sich die effizientere Kostenstruktur. 

Ende 2012 umfasste das Standortnetz von Media-Saturn 942 Elektrofachmärkte in 16 Ländern. 

Galeria Kaufhof

Der Umsatz von Galeria Kaufhof sank um 0,9% auf 3,1 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz leicht um 0,6% zurück. Durch die Ausweisänderung von Kommissionsgeschäften wurde der Umsatz von Galeria Kaufhof 2012 und im Vorjahr entsprechend adjustiert. 

Die Umnutzung der Galeria-Media-Flächen wurde im Jahr 2012 in bundesweit allen Filialen abgeschlossen. Die so frei gewordene Fläche nutzt das Unternehmen zur Erweiterung margenstarker Sortimente wie etwa Mode, Accessoires, Sport oder Spielwaren. Im wachstumsstarken Online-Geschäft erzielte Galeria Kaufhof im Heimatmarkt Deutschland Fortschritte: Ende 2012 umfasste das Produktangebot des Online-Shops mehr als 50.000 Artikel. Der Online-Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr auf 25 Mio. € mehr als verdoppelt werden. Das EBIT stieg deutlich auf 136 Mio. € nach 94 Mio. € im Vorjahr. Hier machten sich die vielfältigen Maßnahmen zur Optimierung des Standortnetzes bemerkbar. Vor Sonderfaktoren lag das EBIT 15 Mio. € über dem Vorjahreswert von 121 Mio. € und erreichte 136 Mio. €. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,4%. 

Immobilien

Das Immobiliensegment der METRO GROUP erzielte ein EBIT vor Sonderfaktoren in Höhe von 652 Mio. € (2011: 643 Mio. €). Hierin enthalten sind auch höhere Erträge aus Portfoliotransaktionen. Im Dezember 2012 hatte METRO PROPERTIES 43 französische METRO Cash & Carry Standorte in einen geschlossenen Immobilienfonds eingebracht. Nach Sonderfaktoren sank das EBIT im Bereich Immobilien von 639 Mio. € auf 607 Mio. €. Dies ist ein Rückgang um 32 Mio. €, der auch aus der Veräußerung von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich resultiert. Der Netto-Ergebnisbeitrag aus Portfoliomaßnahmen beläuft sich im vergangenen Jahr aufgrund guter Marktbedingungen insgesamt auf 195 Mio. € nach 176 Mio. € im Vorjahr. 

Zum 31. Dezember 2012 befanden sich 620 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (Vorjahr 687). 

Geschäftszahlen 2012

METRO GROUP 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
Umsatz 65,91 66,7 1,2% 0,8%
Deutschland 25,51 25,6 0,6% 0,6%
Westeuropa (ohne D) 20,71 19,8 -4,3% -4,8%
Osteuropa 16,91 17,8 4,8% 4,8%
Asien/Afrika 2,81 3,5 26,2% 17,1%
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
2,372 1,976 -16,7%  
METRO Cash & Carry 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
Umsatz 31,11 31,6 1,7% 0,7%
Deutschland 5,11 5,0 -3,3% 3,3%
Westeuropa (ohne D) 11,8 11,2 -5,5% -6,0%
Osteuropa 11,51 12,1 5,5% 5,3%
Asien/Afrika 2,7 3,4 25,9% 16,9%
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
1,148 947 Mio. -17,5%  
Real 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
Umsatz 11,01 11,0 -0,1% 0,1%
Deutschland 8,11 8,1 0,1% 0,1%
Osteuropa 2,9 2,9 -0,9% 0,1%
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
134 Mio. 102 Mio. -23,6%  
Media-Saturn 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
Umsatz 20,6 21,0 1,8% 1,5%
Deutschland 9,3 9,6 4,0% 4,0%
Westeuropa (ohne D) 8,7 8,5 -2,8% -3,2%
Osteuropa 2,5 2,7 7,8% 7,6%
Asien/Afrika 92 Mio. 132 Mio. 43,5% 29,3%
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
542 Mio. 326 Mio. -39,7%  
Galeria Kaufhof 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
Umsatz 3,11 3,1 -0,9% -0,9%
Deutschland 2,91 2,9 -1,0% -1,0%
Westeuropa (ohne D) 0,21 0,2 0,8% 0,8%
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
121 Mio. 136 Mio. 12,4%  
Immobilien 2011
(in Mrd. €)
2012
(in Mrd. €)
Veränderung
EBIT

(vor Sonderfaktoren)
643 Mio. 652 Mio. 1,4%

Geschäftszahlen 4. Quartal 2012

Umsatz Q4 2011
(in Mrd. €)
Q4 2012
(in Mrd. €)
Veränderung Veränderung in lokaler Währung
METRO GROUP 19,3 19,4 0,5% -0,6%
METRO Cash & Carry 8,6 8,6 0,4% -1,1%
Real 3,1 3,1 0,6% -0,3%
Media-Saturn 6,6 6,6 1,3% 0,6%
Galeria Kaufhof 1,0 1,0 -2,9% -2,9%
EBIT vor Sonderfaktoren Q4 2011
(in Mio. €)
Q4 2012
(in Mio. €)
Veränderung
METRO GROUP 1.307 1.272 -2,7%
METRO Cash & Carry 579 491 -15,3%
Real 121 106 -11,8%
Media-Saturn 379 332 -12,2%
Galeria Kaufhof 161 160 -0,2%
Immobilien 123 241 95,4%

1 Im 1. Quartal 2012 hat die METRO GROUP die Definition eines Kommissionsgeschäfts, bei dem Umsatzerlöse nur in Höhe der Provision ausgewiesen werden, geändert. Dadurch wird ein höherer Anteil an Transaktionen als Kommissionsgeschäft ausgewiesen. Die daraus resultierende Reduzierung der Umsatzerlöse hat keine Auswirkung auf das Ergebnis, da der korrespondierende Wareneinsatz ebenfalls nicht mehr gezeigt wird. Ziel der Ausweisänderung ist es, eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Handelsunternehmen, insbesondere mit Blick auf die EBIT-Marge, zu ermöglichen. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 um 0,8 Mrd. € adjustiert. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Jahr 2012 einen Umsatz von 67 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 32 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt über 280.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Real SB-Warenhäuser, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.