METRO GROUP startet trotz widriger Marktbedingungen mit robuster Ertragskraft in neues Geschäftsjahr

11. Februar 2014

  • EBIT vor Sonderfaktoren bei 1.073 Mio. € (Q1 2012/13: 1.273 Mio. €);
    EBIT steigt auf 1.094 Mio. € (Q1 2012/13: 985 Mio. €)
  • Periodenergebnis erreicht 514 Mio. € (Q1 2012/13: 129 Mio. €)
  • Ergebnis je Aktie steigt auf 1,38 € (Q1 2012/13: 0,11€)
  • Umsatz steigt währungs- und portfoliobereinigt um 1,1%;
    flächenbereinigter Umsatz knapp auf Vorjahresniveau
  • Negative Wechselkurseffekte drücken internationalen Umsatz
  • Ergebnisprognose: EBIT vor Sonderfaktoren von etwa 1.750 Mio. € erwartet

Die METRO GROUP hat im 1. Quartal 2013/14 das EBIT auf 1.094 Mio. € nach 985 Mio. € in Q1 2012/13 deutlich gesteigert. Das EBIT vor Sonderfaktoren lag mit 1.073 Mio. € wie angekündigt vor allem infolge fehlender Immobilienerträge unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (1.273 Mio. €). Der Konzernumsatz wuchs währungs- und portfoliobereinigt um 1,1%. "Wie geplant haben wir in dem für uns wichtigen 1. Quartal deutlich mehr als die Hälfte unseres angepeilten Jahres-ergebnisses erzielt", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Damit haben wir eine solide Basis geschaffen, um die Jahresprognose 2013/14 erreichen und die Neuausrichtung der METRO GROUP erfolgreich fortsetzen zu können. Schon heute weisen wir eine klare Trendverbesserung bei der flächenbereinigten Umsatzentwicklung sowie ein dynamisches Wachstum unserer wichtigen Wachstumstreiber Online- und Belieferungsgeschäft vor. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass sich unsere Fortschritte in den kommenden Quartalen in der flächenbereinigten Umsatzentwicklung sowie im Ergebnis widerspiegeln werden."

In einem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erzielte die METRO GROUP im 1. Quartal 2013/14 (Oktober bis Dezember 2013) einen Umsatz von 18,7 Mrd. € (Q1 2012/13: 19,4 Mrd. €). Der Rückgang von 3,3% ist insbesondere auf Währungseffekte sowie die bereits vollzogenen und angekündigten Portfolioänderungen (Real Osteuropa: Russland, Rumänien und die Ukraine sowie Media Markt China) zurückzuführen. In lokaler Währung lag der Umsatz der METRO GROUP jedoch nur um 1,4% unter dem Vorjahresniveau. Währungs- und portfoliobereinigt erzielte die METRO GROUP ein Umsatzwachstum von 1,1%. Weiterhin positiv entwickelten sich die Umsatzanteile aus dem Geschäft mit Eigenmarken, dem Onlinehandel sowie dem Belieferungsgeschäft: Der Belieferungsumsatz stieg deutlich um 17,5% auf 0,7 Mrd. €. Der Umsatzanteil der Eigenmarken erreichte 10,6% nach 10,5% im Vorjahresquartal. Über das Internet generierte die METRO GROUP im 1. Quartal 2013/14 einen Umsatz von 0,4 Mrd. € und damit 47,2% mehr als im Vorjahresquartal.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der METRO GROUP

In Deutschland ging der Umsatz der METRO GROUP im 1. Quartal 2013/14 leicht um 1,0% auf 7,7 Mrd. € zurück. Infolge der Portfolioeffekte, aber auch aufgrund starker Wechselkurseinflüsse lag der Umsatz im internationalen Geschäft mit 11,0 Mrd. € um 4,9% unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Portfolioänderungen ging der Umsatz im internationalen Geschäft nur leicht um 0,9% zurück. In lokaler Währung stieg der portfoliobereinigte Umsatz um 2,8%. Der internationale Umsatzanteil ging von 59,8% auf 58,8% zurück. In Westeuropa (ohne Deutschland) stieg der Umsatz im 1. Quartal 2013/14 leicht um 0,1% auf 5,5 Mrd. € (in lokaler Währung: +0,2%). Durch den Verkauf des Geschäfts von Real in Russland, Rumänien und in der Ukraine lag der Umsatz in Osteuropa mit 4,6 Mrd. € um 10,8% unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Bereinigt um die Portfolioveränderungen stieg der Umsatz in lokaler Währung um 4,6%. Die Region Asien/Afrika ist weiterhin die mit Abstand am schnellsten wachsende Region der METRO GROUP: In lokaler Währung stieg der Umsatz merklich um 7,0%. Adjustiert um die Schließung von Media Markt China stieg der Umsatz sogar um 11,3%. Der Umsatz in Euro ging ausschließlich bedingt durch Währungseffekte im 1. Quartal 2013/14 um 1,1% leicht zurück.

METRO GROUP
Q1 2012/131
(in Mio. €)
Q1 2013/14
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung (in lokaler Währung)
Umsatz 19.359 18.721 -3,3% -1,4%
Deutschland 7.783 7.709 -1,0% -1,0%
Westeuropa
(ohne D.)
5.528 5.531 0,1% 0,2%
Osteuropa 5.169 4.611 -10,8% -5,0%
Asien/Afrika 879 870 -1,1% 7,0%

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) der METRO GROUP stieg im 1. Quartal 2013/14 deutlich auf 1.094 Mio. € (Q1 2012/13: 985 Mio. €). Darin enthalten sind positive Sonderfaktoren in Höhe von 21 Mio. € (Q1 2012/13: -288 Mio. €). Im Vorjahreszeitraum hatten Sonderfaktoren im Zusammenhang mit der Abgabe von Media-Markt China und Real Osteuropa das EBIT belastet. Im Wesentlichen aufgrund fehlender Erträge aus Immobilienverkäufen sowie des Wegfalls von Ergebnisbeiträgen von Real Osteuropa lag das EBIT vor Sonderfaktoren mit 1.073 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 1.273 Mio. €. Zudem spiegeln sich hierin auch negative Währungseinflüsse bedingt durch den starken Euro sowie das niedrigere Ergebnis von Media-Saturn wider. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich im 1. Quartal 2013/14 auf 944 Mio. € (Q1 2012/13: 859 Mio. €). Vor Sonderfaktoren belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 932 Mio. € (Q1 2012/13: 1.147 Mio. €). Der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 430 Mio. € entspricht einer Konzernsteuerquote von 45,6%. Bereinigt um die im Vorsteuerergebnis enthaltenden Sonderfaktoren ergibt sich eine Konzernsteuerquote von 46,1%.

Das Periodenergebnis verbesserte sich im 1. Quartal 2013/14 von 129 Mio. € auf 514 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die niedrigere Steuerquote zurückzuführen. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich im 1. Quartal 2013/14 merklich von 0,11 € auf 1,38 €. Bereinigt um Sonderfaktoren erreichte das Ergebnis je Aktie 1,35 € (Q1 2012/13: 1,44 €).

Die bilanzielle Nettoverschuldung der METRO GROUP betrug 2,4 Mrd. €. zum 31. Dezember 2013. Dies entspricht einem Rückgang um 0,8 Mrd. € gegenüber dem 31. Dezember 2012.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 3,5 Mrd. € von Oktober bis Dezember 2013 (Q1 2012/13: 4,4 Mrd. €). Die Veränderung von 0,9 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus der Veränderung des Nettobetriebsvermögens.

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q1 2012/13 Q1 2013/14
EBIT vor Sonderfaktoren
1.273 1.073
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 1.147 932
Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 565 503
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 472 440
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 1,44 1,35
EBIT 985 1.094
Ergebnis vor Steuern (EBT) 859 944
Periodenergebnis 129 514
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 36 451
Ergebnis je Aktie 0,11 1,38

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2013/14 erwartet die METRO GROUP trotz der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik und bereinigt um die umgesetzten beziehungsweise angekündigten Portfoliomaßnahmen ein leicht positives Gesamtumsatzwachstum in Landeswährung. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum erwartet die METRO GROUP nach -1,3% im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (2012/13) eine Trendverbesserung und einen Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2013/14 von der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik geprägt sein. Dementsprechend wird die METRO GROUP auch 2013/14 weiterhin einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle legen. Die bereits angekündigte Neuausrichtung der Immobilienstrategie wird sich auf das Ergebnis auswirken. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (2012/2013) waren im EBIT vor Sonderfaktoren von 2.000 Mio. € über das übliche Ausmaß hinausgehende Erträge aus Immobilienveräußerungen enthalten. Zudem reduziert sich die Vergleichsbasis um Ergebnisbeiträge aus Portfolioveränderungen. Bereinigt um diese Effekte in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. € beträgt der vergleichbare Vorjahreswert 1,7 Mrd. €. Trotz des verhaltenen Starts im Nicht-Lebensmittel-Geschäft und stark negativer Wechselkurseffekte will die METRO GROUP im Geschäftsjahr 2013/14 ein EBIT vor Sonderfaktoren von etwa 1.750 Mio. € erreichen. Dabei geht die METRO GROUP von einer Stabilisierung der Wechselkurse und der makroökonomischen Rahmenbedingungen aus.

METRO Cash & Carry

Der Umsatz von METRO Cash & Carry sank im 1. Quartal 2013/14 bedingt durch starke Währungseffekte um 1,1% auf 8,5 Mrd. €. In lokaler Währung wuchs der Umsatz dagegen um 2,2%. Insgesamt entwickelte sich METRO Cash & Carry mit einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von 0,9% erfreulich. Deutlich positiv verlief das Geschäft mit Lebensmitteln. Der Umsatz aus dem Belieferungsgeschäft zeigte weiterhin eine sehr dynamische Entwicklung und stieg um 17,5% auf 669 Mio. € (Q1 2012/13: 569 Mio. €). Der Umsatzanteil der Eigenmarken wuchs leicht von 16,2% auf 16,3%. Für METRO Cash & Carry ist das Geschäftsjahr 2013/14 ein ganz besonderes Jahr: Es ist das 50-jährige Jubiläum des Großhandelsprofis. Im Zuge des Jubiläums begegnet METRO Cash & Carry seinen Kunden mit verschiedenen Aktionen. Unter dem Motto "50 Jahre Jubiläumswochen" präsentiert beispielsweise METRO Cash & Carry seinen Kunden in Deutschland während des gesamten Jubiläumsjahres 2014 spezielle Angebote. Zudem stehen zahlreiche Veranstaltungen und Sonderaktionen auf dem Programm. Das Jubiläum wird hierbei zum Anlass genommen, um sich bei den Kunden für ihre langjährige Treue zu bedanken und gemeinsam mit ihnen und den Mitarbeitern zu feiern. Zum Jubiläumsjahr hat METRO Cash & Carry zudem den "METRO Community Stars 2014" Award ins Leben gerufen: In 17 Ländern sucht METRO Cash & Carry Unternehmer, die durch ihr herausragendes Engagement zur Lebensqualität in ihrer Nachbarschaft aktiv beitragen. Mit der Auszeichnung "METRO Community Stars 2014" würdigt METRO Cash & Carry diesen Einsatz für das Gemeinwohl vor Ort.

Der Umsatz von METRO Cash & Carry in Deutschland sank im 1. Quartal 2013/14 aufgrund des weiterhin schwierigen Geschäfts mit Nicht-Lebensmitteln um 2,1% auf 1,4 Mrd. € (flächenbereinigt ebenfalls -2,1%). Dagegen erreichte der Umsatz mit Lebensmitteln fast das Vorjahresniveau. Die ersten umgebauten Standorte mit einem attraktiveren und fokussierten Nicht-Lebensmittel-Angebot konnten insgesamt eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Auch das Lebensmittelsortiment wurde weiter aufgewertet und um neue internationale Spezialitäten erweitert. Der Umsatz von METRO Cash & Carry in Westeuropa erreichte insgesamt 2,9 Mrd. € und lag damit auf dem Vorjahresniveau. In Osteuropa ging der Umsatz bedingt durch hohe Wechselkurseffekte um 2,6% auf 3,4 Mrd. € zurück. In lokaler Währung dagegen stieg der Umsatz spürbar um 3,9%. Auch flächenbereinigt entwickelte sich der Umsatz mit einem Zuwachs von 2,1% deutlich positiv. Neben Polen und der Türkei war Russland wieder der Wachstumsmotor in Osteuropa und zeigte deutliche Wachstumsraten. Der Umsatz von METRO Cash & Carry in Asien/Afrika legte um 2,7% auf 0,9 Mrd. € zu. In lokaler Währung stieg der Umsatzdeutlich um 11,4%. Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 7,0%. Hierbei zeigten China, Indien und Pakistan die höchsten Wachstumsraten.

Das EBIT von METRO Cash & Carry belief sich im 1. Quartal 2013/14 auf 536 Mio. € (Q1 2012/13: 605 Mio. €). Darin sind Sonderfaktoren in Höhe von 4 Mio. € enthalten (Q1 2012/13: 49 Mio. €), insbesondere für die Schließung der beiden Standorte in Ägypten. Das EBIT vor Sonderfaktoren betrug im 1. Quartal 2013/14 insgesamt 540 Mio. € (Q1 2012/13: 654 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem bedingt durch die im Vorjahresquartal enthaltene Immobilientransaktion in Frankreich. Zudem wurde das Ergebnis durch die ungünstige Entwicklung der Wechselkurse belastet.

Metro Cash & Carry Q1 2012/13
(in Mio. €)
Q1 2013/14
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung in lokaler Währung
flächenbereinigt (in lokaler Währung)
Umsatz 8.606 8.508 -1,1% 2,2% 0,9%
Deutschland 1.393 1.363 -2,1% -2,1% -2,1%
Westeuropa (ohne D) 2.918 2.916 -0,1% -0,1% -0,6%
Osteuropa 3.450 3.360 -2,6% 3,9% 2,1%
Asien/Afrika 845 868 2,7% 11,4% 7,0%
EBIT vor Sonderfaktoren 654 540 -114 Mio. €    

Media-Saturn

Der Umsatz von Media-Saturn ging im 1. Quartal 2013/14 aufgrund der Entwicklung der Wechselkurse in Osteuropa leicht um 0,7% auf 6,6 Mrd. € zurück. In lokaler Währung stieg der Umsatz jedoch um 0,4%. Auch beim flächenbereinigten Umsatztrend verzeichnete Media-Saturn eine Verbesserung gegenüber den letzten Quartalen. Der Onlinehandel setzte sein deutliches Wachstum weiter fort. Der Onlineumsatz von Media-Saturn stieg im 1. Quartal 2013/14 um 46,5% auf 0,4 Mrd. € und machte damit 6,0% des Gesamtumsatzes aus. Dazu haben sowohl die sehr guten Mehrkanalumsätze als auch eine erfreuliche Entwicklung bei Redcoon beigetragen.

In Deutschland erreichte der Umsatz von Media-Saturn im 1. Quartal 2013/14 mit 3,1 Mrd. € das hohe Vorjahresniveau. Flächenbereinigt war der Umsatz - auch aufgrund einer hohen Vergleichsbasis - leicht rückläufig. Stark nachgefragt waren im Weihnachtsgeschäft insbesondere Smartphones, Tablet-Computer sowie die neue Generation von Spielkonsolen. Das Mehrkanalangebot wird weiterhin sehr stark von den Kunden angenommen. Das Produktangebot im Internet wurde weiter erhöht und umfasste zum Jahresende 2013 nunmehr über 29.000 Artikel bei Mediamarkt.de und fast 25.000 bei Saturn.de. Die Abholrate lag mit rund 40% weiterhin auf einem hohen Niveau. In Westeuropa erzielte Media-Saturn einen leichten Umsatzzuwachs von 0,3% auf 2,6 Mrd. €. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 0,6%. Media-Saturn konnte in mehreren Ländern den Marktanteil weiter erhöhen. In Osteuropa sank der Umsatz im 1. Quartal 2013/14 währungsbedingt um 2,2% auf 0,9 Mrd. €. In lokaler Währung dagegen stieg der Umsatz um 4,7%. In Ungarn und der Türkei waren deutlich zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen.

Das EBIT von Media-Saturn lag im 1. Quartal 2013/14 bei 292 Mio. € (Q1 2012/13: 238 Mio. €) und enthält positive Sonderfaktoren in Höhe von 3 Mio. €. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT auf 289 Mio. € (Q1 2012/13: 332 Mio. €). Darin spiegeln sich geringere Werbekostenzuschüsse und umsatzbedingte Ergebnisrückgänge in Deutschland und Teilen Osteuropas wider.

Media-Saturn Q1 2012/13
(in Mio. €)
Q1 2013/14
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 6.648 6.601 -0,7% 0,4% -1,0%
Deutschland 3.147 3.146 0,0% 0,0% -1,2%
Westeuropa (ohne D) 2.557 2.564 0,3% 0,6% 0,2%
Osteuropa 912 891 -2,2% 4,7% -3,7%
Asien/Afrika 32 - - - -
EBIT vor Sonderfaktoren 332 289 -43 Mio. €    

Real

Der Umsatz von Real sank im 1. Quartal 2013/14 um 16,0% auf 2,6 Mrd. €. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die Veräußerung von Real in Russland, Rumänien und der Ukraine zurückzuführen. In Deutschland sank der Umsatz um 2,2% auf 2,2 Mrd. €. Dies ist neben einem vergleichsweise starken Vorjahresquartal auch auf das nach wie vor sehr intensive Wettbewerbsumfeld, insbesondere seitens der Discounter, zurückzuführen. Darüber hinaus gab es Preissenkungen im Lebensmittelbereich. Der Umsatzanteil der Eigenmarken entwickelte sich dagegen positiv und stieg von 15,5% auf 15,8%. Im 1. Quartal 2013/14 hat Real zudem eine neue Eigenmarke "ohne Namen" eingeführt. Diese liegt noch unterhalb des Preiseinstiegssegments und soll die verstärkte Nachfrage nach besonders günstigen Produkten bedienen. Insgesamt findet der Kunde in allen Märkten 21 Artikelvarianten. Das Sortiment soll entsprechend der Kundennachfrage wachsen und ausgebaut werden. Der Umsatz von Real in Osteuropa ging im 1. Quartal 2013/14 um 55,5% zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Real Ukraine seit dem 1. März 2013, Real Russland seit dem 1. April 2013 und Real Rumänien seit dem 1. September 2013 nicht mehr in den Konzernabschluss der METRO GROUP einbezogen werden. Mit dem Vollzug des Verkaufs von Real Polen am 6. Februar 2014 wurde die Veräußerung von Real Osteuropa an die Groupe Auchan abgeschlossen. Real Polen wird im Laufe des 2. Quartals 2013/14 entkonsolidiert. Das verbleibende Geschäft von Real in der Türkei hat im 1. Quartal 2013/14 ein flächenbereinigtes Wachstum erzielt.

Das EBIT von Real stieg im 1. Quartal 2013/14 deutlich auf 121 Mio. € (Q1 2012/13: 32 Mio. €). Darin sind positive Sonderfaktoren in Höhe von 23 Mio. € enthalten. Im Vorjahresquartal belasteten Sonderfaktoren in Höhe von 84 Mio. € das Ergebnis. Das EBIT vor Sonderfaktoren verringerte sich auf 98 Mio. € (Q1 2012/13: 116 Mio. €). Hier machen sich vor allem die fehlenden Ergebnisbeiträge der verkauften Aktivitäten von Real Osteuropa bemerkbar. Bereinigt um diesen Effekt stieg das EBIT vor Sonderfaktoren stark an. Hierbei machten sich höhere Einmalbelastungen im Vorjahr, Kostensenkungsmaßnahmen sowie ein geringer Werbeaufwand bemerkbar.

Real Q1 2012/13
(in Mio. €)
Q1 2013
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
Veränderung
(in lokaler Währung)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 3.105 2.607 -16,0% -15,7% -2,0%
Deutschland 2.298 2.248 -2,2% -2,2% -2,1%
Osteuropa 807 359 -55,5% -54,7% 2,4%
EBIT vor Sonderfaktoren 116 98 -18 Mio. €    

Galeria Kaufhof

Der Umsatz von Galeria Kaufhof stieg im 1. Quartal 2013/14 um 0,6% auf 1,0 Mrd. €. Flächenbereinigt betrug der Zuwachs ebenfalls 0,6% - trotz eines bedingt durch die milde Witterung rückläufigen Textilmarkts. In Deutschland hat Galeria Kaufhof den Umsatz um 0,8% auf 1,0 Mrd. € gesteigert. Flächenbereinigt legte der Umsatz ebenfalls um 0,8% zu. Die Witterung verhinderte beim Geschäft mit Textilien zwar eine bessere Entwicklung, jedoch führte ein erfolgreiches Hartwarengeschäft zu einer insgesamt erfreulichen Entwicklung. Der Onlineumsatz von Galeria Kaufhof legte im 1. Quartal 2013/14 um mehr als 80% zu. Neu eröffnet hat Galeria Kaufhof unter sportarena.de zudem den Sportarena-Onlineshop. Hier werden Sportbekleidung, Ausstattung und Accessoires für Sportarten wie Fußball, Laufen, Fitness, Outdoor und Boxen angeboten. Der Shop startete im Oktober 2013 mit 1.300 Artikeln und wurde bis zum Jahresende auf rund 2.800 Artikel erweitert. In Westeuropa ging der Umsatz von Galeria Kaufhof leicht um 2,6% zurück. Hier entwickelte sich der Textilumsatz witterungsbedingt rückläufig.

Das EBIT von Galeria Kaufhof ging im 1. Quartal 2013/14 von 190 Mio. € auf 159 Mio. € zurück. Vor Sonderfaktoren erreichte das EBIT ebenfalls 159 Mio. € (Q1 2012/13: 189 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem durch im Vorjahresquartal enthaltene Erträge aus Immobilientransaktionen bedingt.

Galeria Kaufhof Q1 2012/13
(in Mio. €)
Q1 2013/14
(in Mio. €)
Veränderung
(€)
flächenbereinigt
(in lokaler Währung)
Umsatz 996 1.002 0,6% 0,6%
Deutschland 944 951 0,8% 0,8%
Westeuropa 53 51 -2,6% -2,6%
EBIT vor Sonderfaktoren 189 159 -30 Mio. €  
Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte einen Umsatz von rund 66 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012/13 (pro forma). Das Unternehmen ist in 32 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 265.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.