METRO GROUP mit deutlichem flächenbereinigten Umsatzplus

31. Juli 2014

  • Flächenbereinigter Umsatz steigt um 1,7% im 3. Quartal 2013/14; Entwicklung 9M 2013/14 in etwa auf Vorjahresniveau
  • Umsatz von METRO Cash & Carry, Real und Galeria Kaufhof wächst im 3. Quartal flächenbereinigt merklich, Media-Saturn in etwa auf Vorjahresniveau
  • Berichteter Umsatz in Q3 sinkt währungs- und portfoliobedingt um 2,7%
  • EBIT vor Sonderfaktoren erreicht in Q3 mit 276 Mio. € den Vorjahreswert
  • Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren bei 0,32 € (Q3 2012/13: 0,06 €)
  • Nettoverschuldung per 30. Juni 2014 um 0,5 Mrd. € gegenüber Vorjahr verbessert
  • Umsatz- und Ergebnisprognose für Geschäftsjahr 2013/14 bestätigt
  • METRO AG Aufsichtsrat befürwortet Vertragsverlängerung von Olaf Koch

Die METRO GROUP hat im 3. Quartal 2013/14 beim flächenbereinigten Umsatz einen Zuwachs von 1,7% erzielt. "Die erfreuliche flächenbereinigte Umsatzentwicklung im dritten Quartal zeigt, dass unsere Maßnahmen und Investitionen in eine erfolgreiche Zukunft unserer Vertriebslinien immer stärker greifen", sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Insbesondere bei METRO Cash & Carry und Real in unserem Heimatmarkt Deutschland sehen wir zunehmend, dass unser Sortiments- und Serviceangebot, auch im herausfordernden Nonfood-Bereich, für die Kunden relevanter wird." Unterstützt wurde die positive Entwicklung auch durch die Verschiebung des Ostergeschäfts vom März in den April. Der berichtete Umsatz der METRO GROUP erreichte im 3. Quartal 14,9 Mrd. € (Q3 2012/13: 15,3 Mrd. €) und war wie in den vergangenen Quartalen negativ beeinflusst von Währungs- und Portfolioeffekten. Gleiches gilt für das betriebliche Ergebnis EBIT vor Sonderfaktoren, welches dennoch mit 276 Mio. € auf dem Vorjahresniveau liegt. An ihrer Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2013/14 hält die METRO GROUP unverändert fest.

Auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 hat sich die kontinuierliche Arbeit an neuen Absatzkanälen und Formaten, den Sortimenten sowie erweiterten Beratungs- und Serviceleistungen für die Vertriebslinien ausgezahlt: Beim Belieferungsumsatz konnte METRO Cash & Carry mit einem Plus von 4,5% erneut zulegen. Im Neunmonatszeitraum 2013/14 erreichte der Belieferungsumsatz 2,0 Mrd. Euro und wuchs damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,1% (in Landeswährung: +15,0%). Auch der Onlinehandel entwickelte sich weiterhin dynamisch: Media-Saturn generierte im Zeitraum Oktober 2013 bis Juni 2014 über das Internet einen Umsatz von 1,1 Mrd. €. Dies macht rund 7% des Gesamtumsatzes der Vertriebslinie aus. Auch bei Galeria Kaufhof entwickelte sich der Umsatz in den Online-Filialen galeria.de und sportarena.de weiterhin sehr positiv und wuchs in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um über 70% auf 51 Mio. €. Der Umsatzanteil der Eigenmarken im Konzern erreichte 12,1% im 3. Quartal 2013/14. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 stieg der Umsatzanteil der Eigenmarken auf 11,4% nach 11,2% im Vorjahreszeitraum.

Wie außerdem bekannt gegeben wurde, hat der Personalausschuss des Aufsichtsrats der METRO AG dem Gesamtgremium empfohlen, Olaf Koch für weitere 3 Jahre zum Mitglied des Vorstands zu bestellen und zum Vorstandsvorsitzenden zu ernennen. Der Vorschlag wurde im Aufsichtsrat im Rahmen seiner diesjährigen Strategieklausur einhellig begrüßt. Der Aufsichtsrat hat seine Unterstützung des Gesamtvorstands und seiner Unternehmensstrategie bekräftigt.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der METRO GROUP 

Aufgrund negativer Währungseffekte sowie der Abgabe von Geschäftsteilen (Real Osteuropa, MAKRO Cash & Carry Ägypten sowie Media Markt China) lag der Umsatz der METRO GROUP im Zeitraum von Oktober 2013 bis Juni 2014 mit 47,9 Mrd. € um 4,4% unter dem Vorjahresniveau (9M 2012/13: 50,1 Mrd. €). Bereinigt um die Währungs- und Portfolioeffekte erzielte die METRO GROUP hingegen ein Umsatzwachstum von 1,0%. Im 3. Quartal profitierte die METRO GROUP auch von der Verschiebung des Osterfestes vom März in den April und erzielte ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,7%. Infolge von Währungseffekten und Portfolioveränderungen lag der Umsatz im 3. Quartal mit 14,9 Mrd. € unter dem Vorjahreswert (Q3 2012/13: 15,3 Mrd. €). Bereinigt um diese Einflüsse stieg der Umsatz dagegen um 2,9%.
METRO GROUP 9M 2012/13¹
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(in €)
Veränderung (in lokaler Währung) 
Umsatz 50.140 47.909  -4,4%  -2,0% 
Deutschland 19.691  19.473  -1,1%  -1,1% 
Westeuropa (ohne D) 14.529 14.458  -0,5%  -0,3% 
Osteuropa
13.158 11.234  -14,6%   -7,1%
Asien/Afrika
2.762 2.743  -0,7%  6,0% 
METRO GROUP Q3 2012/13¹
(in Mio. €)
Q3 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(in €)
Veränderung (in lokaler Währung) 
Umsatz 15.282 14.862 -2,7% 0,1%
Deutschland 5.799 5.966 2,9% 2,9%
Westeuropa (ohne D) 4.616 4.605 -0,2% -0,1%
Osteuropa 4.025 3.454 -14,2% -5,3%
Asien/Afrika
842 837 -0,6% 7,1%
¹ Zur besseren Vergleichbarkeit im Zusammenhang mit der Änderung des Geschäftsjahres wird das Quartal Q2 2013 in dieser Pressemitteilung als Q3 2012/13 bezeichnet. Der Neunmonatszeitraum 9M 2012/2013 besteht aus der Summe der ehemaligen Quartale Q4 2012 und Q1 2013 sowie Q2 2013. Zudem wurden die Vorjahreszahlen entsprechend der neuen Segmentstruktur angepasst.

In Deutschland ging der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 1,1% auf 19,5 Mrd. € zurück. Im 3. Quartal 2013/14 stieg der Umsatz allerdings merklich um 2,9% auf 6,0 Mrd. €. Der Umsatz im internationalen Geschäft verminderte sich im Neunmonatszeitraum 2013/14 infolge starker Wechselkurs- und Portfolioeffekte um 6,6% auf 28,4 Mrd. €. Währungs- und portfoliobereinigt wuchs der Umsatz hingegen spürbar um 2,5%. Der internationale Umsatzanteil ging von 60,7% auf 59,4% zurück. Auch im 3. Quartal 2013/14 machten sich vor allem die Entwicklung der Wechselkurse, aber auch die Portfolioveränderungen bemerkbar und der internationale Umsatz sank um 6,2% auf 8,9 Mrd. €. Währungs- und portfoliobereinigt stieg der Umsatz deutlich um 2,9%. Der internationale Umsatzanteil sank von 62,1% auf 59,9%.

In Westeuropa (ohne Deutschland) ging der Umsatz im Neunmonatszeitraum 2013/14 um 0,5% auf 14,5 Mrd. € zurück. Im 3. Quartal 2013/14 war ein leichter Umsatzrückgang um 0,2% auf 4,6 Mrd. € zu verzeichnen.

Der Umsatz in Osteuropa sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 14,6% auf 11,2 Mrd. €, in lokaler Währung fiel der Rückgang mit 7,1% jedoch spürbar niedriger aus. Dieser Rückgang ist auf den Verkauf des Geschäfts von Real in Russland, Rumänien, Polen und der Ukraine zurückzuführen. Bereinigt um die Portfolioveränderungen stieg der Umsatz in lokaler Währung deutlich um 5,3%. Aufgrund von Wechselkurseffekten und Portfolioveränderungen sank der Umsatz im 3. Quartal 2013/14 um 14,2% auf 3,5 Mrd. €. In lokaler Währung ging der Umsatz um 5,3% zurück. Bereinigt um die Portfolioveränderungen stieg der Umsatz in lokaler Währung jedoch um 5,7%.

In Asien/Afrika reduzierte sich der Umsatz im Neunmonatszeitraum 2013/14 um 0,7% auf 2,7 Mrd. €. In lokaler Währung stieg der Umsatz jedoch um 6,0%. Adjustiert um die Schließung von Media Markt China und MAKRO Cash & Carry Ägypten wuchs der Umsatz sogar um 7,4%. Im 3. Quartal 2013/14 ging der Umsatz nur leicht um 0,6% zurück. In lokaler Währung wuchs der Umsatz jedoch merklich um 7,1% und adjustiert um die Portfolioveränderungen legte der Umsatz sogar um 9,5% zu.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) der METRO GROUP lag im Zeitraum von Oktober 2013 bis Juni 2014 bei 1.054 Mio. € (9M 2012/13: 1.349 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 255 Mio. €. Hierbei handelt es sich insbesondere um eine nichtzahlungswirksame Wertminderung auf die Geschäfts-
oder Firmenwerte von METRO Cash & Carry in den Niederlanden. Darüber hinaus wurden unter anderem Restrukturierungs- und Portfoliomaßnahmen bei METRO Cash & Carry, Media-Saturn und Real Deutschland als Sonderfaktor erfasst. Gegenläufig wirkte sich ein positiver Sonderfaktor aus dem Verkauf von Real Osteuropa aus. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 1.309 Mio. € nach 1.563 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist insbesondere auf reduzierte Erträge aus Immobilientransaktionen, den Wegfall der Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Geschäft von Real Osteuropa sowie negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte lag das EBIT vor Sonderfaktoren über dem Wert des Vorjahres.

Im 3. Quartal 2013/14 lag das EBIT bei 193 Mio. € (Q3 2012/13: 362 Mio. €).
Vor Sonderfaktoren erreichte das EBIT mit 276 Mio. € das Vorjahresniveau. Hier ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Geschäft von Real Osteuropa weggefallen sind und sich die Wechselkursentwicklungen weiterhin negativ auswirkten. Bereinigt um diese Effekte stieg das EBIT vor Sonderfaktoren an.

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich im Neunmonatszeitraum 2013/14 auf 619 Mio. € (9M 2012/13: 876 Mio. €). Vor Sonderfaktoren belief sich das Ergebnis vor Steuern auf 917 Mio. € (9M 2012/13: 1.130 Mio. €). Der ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 459 Mio. € (9M 2012/13: 748 Mio. €) entspricht einer Konzernsteuerquote von 74,2% (9M 2012/13: 85,3%). Bereinigt um die im Vorsteuerergebnis enthaltenen Sonderfaktoren ergibt sich eine Konzernsteuerquote von 44,8% (9M 2012/13: 50,2%).

Das Periodenergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 von 128 Mio. € auf 160 Mio. €. Der Anstieg ist auf die niedrigere Steuerquote zurückzuführen. Vor Sonderfaktoren erreichte das Periodenergebnis 506 Mio. € (9M 2012/2013: 562 Mio. €). Das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis vor Sonderfaktoren erreichte 454 Mio. € (9M 2012/2013: 487 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 merklich von 0,16 € auf 0,36 €. Bereinigt um Sonderfaktoren erreichte das Ergebnis je Aktie 1,39 € (9M 2012/13: 1,49 €). Im 3. Quartal 2013/14 lag das Ergebnis je Aktie bei -0,19 € (Q3 2012/13: 0,10 €). Bereinigt um Sonderfaktoren verbesserte sich das Ergebnis je Aktie im 3. Quartal auf 0,32 € (Q3 2012/13: 0,06 €).

Die bilanzielle Nettoverschuldung der METRO GROUP betrug 5,8 Mrd. € zum 30. Juni 2014. Dies entspricht einem Rückgang um 0,5 Mrd. € gegenüber dem 30. Juni 2013.

Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) 9M 2012/13 9M 2013/14
EBIT vor Sonderfaktoren 1.563 1.309
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren
1.130 917
Periodenergebnis vor Sonderfaktoren
562 506
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren
487 454
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in €
1,49 1,39
EBIT
1.349 1.054
Ergebnis vor Steuern (EBT)
876 619
Periodenergebnis
128 160
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis
52 119
Ergebnis je Aktie
0,16 0,36
Ergebnis der METRO GROUP (in Mio. €) Q3 2012/13 Q3 2013/14
EBIT vor Sonderfaktoren 276 276
Ergebnis vor Steuern (EBT) vor Sonderfaktoren 92 168
Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 1 95
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis vor Sonderfaktoren 19 106
Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren in € 0,06 0,32
EBIT
362 193
Ergebnis vor Steuern (EBT) 141 78
Periodenergebnis
15 -83
Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis 33 -63
Ergebnis je Aktie 0,10 -0,19

Ausblick 

Für das Geschäftsjahr 2013/14 erwartet die METRO GROUP trotz der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik und bereinigt um die umgesetzten beziehungsweise angekündigten Portfoliomaßnahmen ein leicht positives Gesamtumsatzwachstum in Landeswährung. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum erwartet die METRO GROUP nach -1,3% im vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine Trendverbesserung und einen Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2013/14 von der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik geprägt sein. Dementsprechend wird die METRO GROUP auch 2013/14 weiterhin einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle legen.

Die bereits angekündigte Neuausrichtung der Immobilienstrategie wird sich auf das Ergebnis auswirken. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren im EBIT vor Sonderfaktoren von 2.000 Mio. € über das übliche Ausmaß hinausgehende Erträge aus Immobilienveräußerungen enthalten. Zudem reduziert sich die Vergleichsbasis um Ergebnisbeiträge aus Portfolioveränderungen. Bereinigt um diese Effekte in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. € beträgt der vergleichbare Vorjahreswert 1,7 Mrd. €. Die METRO GROUP ist im Geschäftsjahr 2013/14 beim EBIT vor Sonderfaktoren weiterhin auf dem Zielkurs von etwa 1.750 Mio. € unter der Annahme konstanter Wechselkurse. Die negativen Wechselkurseffekte werden das Ergebnis in Euro aus heutiger Sicht allerdings im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich belasten. Aufgrund der anhaltend verhaltenen Entwicklung in der Unterhaltungselektronikbranche erwartet die METRO GROUP bei Media-Saturn nunmehr ein EBIT vor Sonderfaktoren in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei geht die METRO GROUP davon aus, dass die Entwicklung bei Media-Saturn durch höhere Ergebnisbeiträge der anderen Segmente kompensiert werden kann. 

METRO Cash & Carry

METRO Cash & Carry steigerte den flächenbereinigten Umsatz von Oktober 2013 bis Juni 2014 um 1,2%. Insgesamt ging der Umsatz bedingt durch die negative Entwicklung der Wechselkurse um 2,1% auf 22,9 Mrd. € zurück. In lokaler Währung stieg der Umsatz jedoch um 2,3%. Dabei entwickelte sich der Umsatz mit Lebensmitteln positiv. Im 3. Quartal war der Trend sehr erfreulich und der flächenbereinigte Umsatz stieg unterstützt durch die Osterverschiebung um 2,0%.

In Deutschland ging der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 leicht um 0,4% auf 3,7 Mrd. € zurück (flächenbereinigt ebenfalls -0,4%). Im 3. Quartal stieg der Umsatz deutlich um 3,1%. Dies ist auf Umsatzsteigerungen sowohl bei Lebensmitteln als auch bei Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen und unterstreicht den Erfolg der überarbeiteten Sortimente.

Der Umsatz in Westeuropa erreichte von Oktober 2013 bis Juni 2014 insgesamt 7,9 Mrd. € und lag damit 0,7% unter dem Vorjahresniveau. Im 3. Quartal 2013/14 ging der Umsatz um 0,3% auf 2,7 Mrd. € zurück. In Osteuropa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 5,0% zurück. Dies ist ausschließlich auf die negativen Wechselkurseffekte zurückzuführen. In lokaler Währung stieg der Umsatz spürbar um 4,7% und auch flächenbereinigt entwickelte sich der Umsatz mit einem Zuwachs um 3,2% deutlich positiv. Im 3. Quartal stieg der flächenbereinigte Umsatz sogar um 3,4%. Aufgrund der unsicheren Lage und kämpferischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine entwickelte sich das Geschäft deutlich negativ. In Russland stieg der flächenbereinigte Umsatz trotz der politisch schwierigen Lage weiterhin deutlich. In Polen setzte sich die Erholung fort und der flächenbereinigte Umsatz konnte spürbar zulegen. Der Umsatz in Asien/Afrika erreichte von Oktober 2013 bis Juni 2014 insgesamt 2,7 Mrd. € und damit ein Umsatzwachstum um 1,3%. Auch hier wirkten sich die Wechselkurse negativ aus. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 8,2%. Auch flächenbereinigt legte der Umsatz in fast allen Ländern der Region deutlich zu und erzielte einen Zuwachs von 4,7%. Indien überzeugte hier mit einem zweistelligen flächenbereinigten Umsatzwachstum. Im 3. Quartal 2013/14 setzte sich das Umsatzwachstum fort. Indien, China und Pakistan steigerten ihren flächenbereinigten Umsatz deutlich.

Das EBIT von METRO Cash & Carry erreichte von Oktober 2013 bis Juni 2014 insgesamt 715 Mio. € (9M 2012/13: 916 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 148 Mio. €. Hierbei handelt es sich vor allem um eine nicht-zahlungswirksame Wertminderung auf die Geschäfts- oder Firmenwerte von METRO Cash & Carry in den Niederlanden. Darüber hinaus wurden Restrukturierungs- und Portfoliomaßnahmen unter anderem in Westeuropa als Sonderfaktor erfasst. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 864 Mio. € (9M 2012/13: 992 Mio. €). Der Rückgang ist insbesondere auf die fehlenden Erträge aus der Immobilientransaktion in Frankreich im Vorjahreszeitraum sowie negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte hat sich das Ergebnis verbessert. Im 3. Quartal 2013/14 lag das EBIT vor Sonderfaktoren mit 281 Mio. € unter dem Vorjahreswert (Q3 2012/13: 296 Mio. €). Auch hier sind negative Wechselkurseffekte zu berücksichtigen. Adjustiert um diese lag das Ergebnis über dem Vorjahresniveau.

METRO Cash & Carry
9M 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung (€) Veränderung (lokale Währung)  flächenbereinigt (lokale Währung) 
Umsatz 23.400 22.918 -2,1% 2,3% 1,2%
Deutschland 3.667 3.651 -0,4% -0,4% -0,4%
Westeuropa (ohne D) 7.968 7.916 -0,7% -0,7%
-0,1%
Osteuropa 9.061 8.613 1,3% 8,2% 4,7%
Asien/Afrika
2.703 2.739 1,3% 8,2% 4,7%
EBIT vor Sonderfaktoren 992 864 -128 Mio. €
   
METRO Cash & Carry
Q3 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung (€) Veränderung (lokale Währung)  flächenbereinigt (lokale Währung)
Umsatz 7.716 7.549 -2,2% 2,8% 2,0%
Deutschland 1.173 1.210 3,1% 3,1% 3,1%
Westeuropa (ohne D) 2.733 2.724 -0,3% -0,3% -0,6%
Osteuropa 2.970 2.780 -6,4% 4,5% 3,4%
Asien/Afrika
840 836 -0,5% 7,1% 4,5%
EBIT vor Sonderfaktoren 296 281 -15 Mio. €
   

Media-Saturn

Der Umsatz von Media-Saturn ging von Oktober 2013 bis Juni 2014 um 1,3% auf 16,0 Mrd. € zurück. In lokaler Währung erreichte der Umsatz jedoch das Vorjahresniveau. Die Entwicklung im 3. Quartal 2013/14 wurde positiv durch die Fußball-Weltmeisterschaft beeinflusst und der Umsatz stieg um 0,9%. Der flächenbereinigte Umsatz lag mit -0,2% in etwa auf Vorjahresniveau.

In Deutschland erreichte der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 insgesamt 7,5 Mrd. € (9M 2012/13: 7,6 Mrd. €). Flächenbereinigt sank der Umsatz um 2,8%. Im 3. Quartal 2013/14 verbesserte sich der Trend deutlich und der Umsatz stieg um 1,2%. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 0,8%. Zwar führte die Fußball-Weltmeisterschaft zu höheren Umsätzen in den relevanten Kategorien, aber die allgemeine Marktschwäche setzte sich insgesamt weiter fort. Fehlende Produktinnovationen, der starke Wettbewerb sowie deflationäre Preisentwicklungen hielten an. Das Mehrkanal-Angebot von Media-Saturn wird weiterhin sehr stark von den Kunden angenommen. Das Produktangebot im Internet wurde weiter erhöht und umfasste Ende Juni 2014 mehr als 43.000 Artikel bei Mediamarkt.de und über 37.000 bei Saturn.de. Die Abholrate lag im 3. Quartal mit rund 40% weiterhin auf hohem Niveau.

In Westeuropa lag der Umsatz von Oktober 2013 bis Juni 2014 mit 6,4 Mrd. € fast auf der Höhe des Vorjahres. In lokaler Währung wurde das Vorjahresniveau leicht übertroffen. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 0,5% zurück. In mehreren Ländern konnte Media-Saturn jedoch weitere Marktanteile gewinnen. Auch im 3. Quartal 2013/14 lag der Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 0,7% zurück. Hierfür ist insbesondere der rückläufige Umsatz in Schweden und Italien verantwortlich. Dagegen entwickelten sich Spanien, Belgien und Portugal sehr positiv.

In Osteuropa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 1,3% auf 2,1 Mrd. € zurück. Dies ist ausschließlich auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen, denn in lokaler Währung stieg der Umsatz um 7,9%. Im 3. Quartal 2013/14 verbesserte sich der Umsatztrend deutlich. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 11,5%. Dabei legte der Umsatz in allen Ländern zu. In Ungarn und der Türkei waren wiederum zweistellige flächenbereinigte Wachstumsraten zu verzeichnen.

Das EBIT von Media-Saturn lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 bei 168 Mio. € (9M 2012/13: 134 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 37 Mio. €. Die Sonderfaktoren betreffen im Wesentlichen den Restrukturierungsaufwand in Deutschland. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 205 Mio. € (9M 2012/13: 224 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Im 3. Quartal 2013/14 lag das EBIT vor Sonderfaktoren bei -70 Mio. € und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 24 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den höheren Umsatz sowie verbesserte Kostenstrukturen zurückzuführen.

Media-Saturn
9M 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(€)
Veränderung (lokale Währung)  flächenbereinigt (lokale Währung) 
Umsatz 16.257 16.045 -1,3% 0,0% -1,6%
Deutschland 7.613 7.498 -1,5% -1,5% -2,8%
Westeuropa (ohne D) 6.421 6.407 -0,2% 0,1% -0,5%
Osteuropa 2.169 2.140 -1,3% 7,9% -0,6%
Asien
54 - - - -
EBIT vor Sonderfaktoren 224 205 -19 Mio. €
   
Media-Saturn
Q3 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(€)
Veränderung (lokale Währung)  flächenbereinigt (lokale Währung) 
Umsatz 4.525 4.563 0,9% 2,1% -0,2%
Deutschland 2.086 2.110 1,2% 1,2% -0,8%
Westeuropa (ohne D) 1.842 1.842 -0,1% 0,3% -0,7%
Osteuropa 596 661 2,6% 11,5% 3,5%
Asien
0 - - - -
EBIT vor Sonderfaktoren
-84 -70 24 Mio. €

 

Real

Infolge der Veräußerung von Real in Russland, Rumänien, Polen und der Ukraine sank der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 deutlich um 19,0% auf 6,6 Mrd. € (in lokaler Währung: -18,6%). Der flächenbereinigte Umsatz ging um 1,1% zurück. Im 3. Quartal 2013/14 sank der Umsatz um 13,0%. Flächenbereinigt hingegen wuchs der Umsatz unterstützt durch das Ostergeschäft aber um 5,1%.

In Deutschland ging der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 1,6% zurück. Flächenbereinigt reduzierte sich der Umsatz um 1,3%. Im 3. Quartal 2013/14 stieg der Umsatz deutlich um 4,7%. Flächenbereinigt legte der Umsatz sogar um 5,1% zu. Neben dem Ostergeschäft unterstützten Aktionen sowie der Erfolg der 30 modernisierten Standorte die positive Entwicklung. Sowohl bei Lebensmitteln als auch bei Nicht-Lebensmitteln zeigten sich deutliche Umsatzsteigerungen, auch wenn das Wettbewerbsumfeld nach wie vor sehr intensiv blieb. Der Umsatzanteil der Eigenmarken ist bei Real in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 weiter von 16,1% auf 16,2% gestiegen.

Der Umsatz in Osteuropa ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 merklich um 75,0% gesunken. Dies ist allerdings ausschließlich auf den Verkauf von Real in Russland, Rumänien, Polen und der Ukraine zurückzuführen, denn flächenbereinigt stieg der Umsatz um 3,1%. Im 3. Quartal 2013/14 legte der flächenbereinigte Umsatz um 3,6% zu.

Ende Juni 2014 hat die METRO GROUP eine Vereinbarung über den Verkauf des Real-Geschäfts in der Türkei unterzeichnet. Mit diesem Schritt fokussiert sich Real voll auf die erfolgreiche Weiterentwicklung des Deutschlandgeschäfts. Nach Abschluss der Prüfung der türkischen Wettbewerbsbehörde konnte der Verkauf am 24. Juli 2014 abgeschlossen werden. Der Verkauf von Real Türkei umfasst den Geschäftsbetrieb aller zwölf SB-Warenhäuser und die Unternehmenszentrale.

Das EBIT von Real lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 bei -3 Mio. € (9M 2012/13: 185 Mio. €). Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 57 Mio. €, die sich insbesondere auf die angekündigte Schließung von Standorten in Deutschland beziehen. Vor Sonderfaktoren betrug das EBIT 54 Mio. € nach 133 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Rückgang ist insbesondere auf den Wegfall der Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Geschäft von Real Osteuropa zurückzuführen. Im 3. Quartal 2013/14 lag das EBIT vor Sonderfaktoren bei -3 Mio. € (Q3 2012/13: 6 Mio. €). Hierin spiegeln sich die entfallenen Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Geschäft von Real Osteuropa, Preisinvestitionen sowie die Kosten für die nach dem Vorbild des erfolgreichen Marktes in Essen umgebauten Standorte wider.

Real
9M 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(€)
Veränderung
(lokale Währung) 
Lflächenbereinigt
(lokale Währung)
Umsatz 8.104 6.561 -19,0% -18,6% -1,1%
Deutschland 6.176 6.079 -1,6% -1,6% -1,3%
Osteuropa 1.927
482
-75,0%
-74,4% 3,1%
EBIT vor Sonderfaktoren 133 54 -79 Mio. €
   
Real
Q3 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung
(€)
Veränderung
(lokale Währung) 
flächenbereinigt
(lokale Währung) 
Umsatz 2.360 2.053 -13,0% -12,6% 5,1%
Deutschland 1.901 1.990 4,7% 4,7% 5,1%
Osteuropa 459
63
-86,3%
-86,0%
3,6%
EBIT vor Sonderfaktoren 6 -3 -9 Mio. €

 

Galeria Kaufhof

Der Umsatz von Galeria Kaufhof stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 um 0,3% auf 2,4 Mrd. €. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um 0,4%. Im 3. Quartal legte der flächenbereinigte Umsatz unterstützt durch das Ostergeschäft sogar um 2,2% zu. In Deutschland lag der Umsatz von Galeria Kaufhof in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 mit 2,2 Mrd. € um 0,5% über dem Vorjahreswert. Flächenbereinigt legte der Umsatz ebenfalls um 0,5% zu. Im 3. Quartal betrug der flächenbereinigte Umsatzzuwachs sogar 2,6%.

In Westeuropa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten um 2,4% und im 3. Quartal um 2,9% zurück. Dies ist insbesondere auf den leicht rückläufigen Textilmarkt in Belgien zurückzuführen.

Das EBIT von Galeria Kaufhof lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 bei 179 Mio. € (9M 2012/13: 198 Mio. €). Vor Sonderfaktoren erreichte das EBIT ebenfalls 179 Mio. € (9M 2012/13: 213 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf die im Vorjahreszeitraum enthaltenen Erträge aus Immobilientransaktionen zurückzuführen. Im 3. Quartal 2013/14 lag das EBIT vor Sonderfaktoren mit 22 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (Q3 2012/13: 26 Mio. €). Der Rückgang ist insbesondere auf Aufwendungen für den Onlineauftritt zurückzuführen.

Galeria Kaufhof
9M 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung flächenbereinigt 
Umsatz 2.370 2.378 0,3% 0,4%
Deutschland 2.231 2.242 0,5% 0,5%
Westeuropa 139 136 -2,4% -2,4%
EBIT vor Sonderfaktoren
213 179 €-34 million
 
Galeria Kaufhof
Q3 2012/13
(in Mio. €)
9M 2013/14
(in Mio. €)
 Veränderung flächenbereinigt 
Umsatz 679 694 2,2% 2,2%
Deutschland 638 654 2,6% 2,6%
Westeuropa 41 40 -2,9% -2,9%
EBIT vor Sonderfaktoren 26 22 €-4 million
 
Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte einen Umsatz von rund 66 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012/13 (pro forma). Das Unternehmen ist in 31 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.