METRO Gründerstudie belegt: Wer Wirt wird, ist glücklich

14. Oktober 2014

  • Erste Gründerstudie für Hotel, Gastronomie und Catering
  • Mehr als drei Viertel der Gastronomen sind zufrieden oder sehr zufrieden in ihrer Selbstständigkeit
  • Fast zwei Drittel würde sich erneut für Selbstständigkeit in der Gastronomie entscheiden
  • Fachkräftemangel ist für vier Fünftel das größte Problem der Branche
  • Mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland würden sich gerne mit Café, Restaurant oder Hotel selbstständig machen
  • www.metro-gruenderstudie.de: Weitere Studienergebnisse und Video-Interviews mit Gründern

Stress, Sorgen, ausbleibende Gäste: So sieht einschlägigen TV-Formaten zufolge der Alltag vieler Gastonomen aus. Die METRO Gründerstudie, die erstmals in Deutschland die Gründungsmentalitäten von Selbstständigen im Gastgewerbe untersucht hat, zeichnet ein gegensätzliches Bild: Die überwiegende Mehrheit der Gastronomen ist zufrieden oder gar sehr zufrieden und würde sich erneut für eine Selbstständigkeit in der Gastronomie entscheiden. Das sind auch gute Nachrichten für die mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland, die von einem eigenen Café, Restaurant oder Hotel träumen. Größter Wermutstropfen der Selbstständigen ist der Fachkräftemangel, wie die repräsentative Umfrage von METRO Cash & Carry gemeinsam mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben hat. 

Das Großhandelsunternehmen METRO Cash & Carry, zu dessen Kernkunden insbesondere Gastronomen, Hoteliers und Caterer gehören, hat die Studie anlässlich seines 50. Geburtstages ins Leben gerufen und damit die erste repräsentative Untersuchung der Gründungsmentalitäten in dieser Branche in Deutschland vorgelegt. Im Fokus der Befragung stehen die Motivation, Ziele und Wünsche der Unternehmer im Hinblick auf ihre Selbstständigkeit in der Branche. Was treibt diese Menschen an? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Wie lautet das Erfolgsrezept für ihre Selbstständigkeit? Fragen, die für eine sehr große Branche relevant sind: Das Gastronomiegewerbe gehört - neben dem Handwerk und Handel - zu den drei beliebtesten Gründerbranchen in Deutschland. Im Jahr 2013 arbeiteten rund 1,7 Millionen Menschen im Gastgewerbe und erwirtschafteten einen Umsatz von netto fast 70 Milliarden Euro. 

"Bemerkenswert sind vor allem zwei Aspekte: Da ist zum einen die sehr hohe Zufriedenheit, die trotz vielerlei Belastungen bei den Befragten besteht. Die Gastronomiebranche erscheint als wahrer Glücklichmacher", sagt Olaf Koch, CEO von METRO Cash & Carry und Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Zugleich stimmt der wachsende Fachkräftemangel nachdenklich." 

77 Prozent der Befragten zeigen sich zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrem Gewerbe, sodass sich rund 65 Prozent erneut für eine Selbstständigkeit in der Gastronomie entscheiden würden. 54 Prozent der Befragten sind so zufrieden, dass sie alles genau so wieder machen würden. Fast 90 Prozent der Selbstständigen brachten große Leidenschaft für ihr Geschäft zum Ausdruck. Zu den wichtigsten Motiven für den Schritt in die Selbstständigkeit zählen der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung, die Umsetzung eigener Ideen sowie der Drang, etwas für die Allgemeinheit zutun. Gleichzeitig ist es 94 Prozent der Unternehmer wichtig, für ihr Handeln einstehen zu können. 

Für 79 Prozent der Befragten ist der Mangel an qualifizierten Fachkräften das größte Problem in ihrer Selbständigkeit. Damit liegt der Mitarbeitermangel noch deutlich vor den Herausforderungen durch bürokratische Hürden oder Steuerbelastung. Letztlich stimmen 51 Prozent der Befragten ernüchtert der Aussage zu, dass sie sich letztlich um alles selbst kümmern müssen. Aber auch die Herausforderungen im Arbeitsalltag können die hohe Zufriedenheit der Selbstständigen nicht schmälern. So würde die große Mehrheit der Befragten die Entscheidung für die Selbstständigkeit im Hotel- und Gastronomiegewerbe wieder treffen. 

Auch das Ziel, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, der Chef im eigenen Laden zu sein und somit eine Führungsposition einzunehmen, motiviert angehende Selbstständige. Vor allem für die Neuunternehmer ist diese Unabhängigkeit ausschlaggebend: 87 Prozent von ihnen gaben an, die Autonomie sei das entscheidende Kriterium für das Wagnis in die Selbstständigkeit gewesen. Auch Familientradition nimmt eine wichtige Rolle ein. Vor allem im Hotelgewerbe kommt es häufig vor, dass ein Familienmitglied als Nachfolger den Betrieb weiterführt. 

In diesem Zusammenhang steht auch die Stärkung der lokalen Wirtschaft: denn 70 Prozent der Befragten ist es wichtig, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen in der Region auf diese Art etwas zurück zu geben. So wollen fast drei Viertel der Unternehmer (71 Prozent) für sich und andere Verantwortung übernehmen. Dabei vertraut die überwiegende Mehrheit der Selbstständigen in ihre eigenen Ideen und Fähigkeiten: 88 Prozent der Selbstständigen glauben an ihren beruflichen Erfolg. Mit dieser Überzeugung verfolgen sie ein gemeinsames Ziel, den Kunden glücklich zu machen (65 Prozent). So schätzen es 90 Prozent der Befragten, wenn sie von ihren Gästen unmittelbares Feedback erhalten und sehen ihren Betrieb als Ort der Zusammenkunft (60 Prozent). 

Innerhalb der Studie wurden 402 Unternehmensgründer im Zeitraum von März bis April 2014 anonym telefonisch befragt, davon 68 Prozent Männer und 32 Prozent Frauen. Die Zielgruppe bestand dabei mehrheitlich aus Gründern kleiner und mittlerer Unternehmen, die mit zwei bis 20 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 100.000 und 200.000 Euro bzw. über 500.000 Euro erwirtschaften.

Weitere Informationen zur METRO Gründerstudie finden sich auf der Webseite www.metro-gruenderstudie.de, etwa die Broschüre zur Studie als blätterbare Online-Publikation und als PDF zum Download. Speziell für die Webseite wurden auch Video-Interviews mit Gründern produziert, die von ihren Erfahrungen berichten. Zudem können gedruckte Exemplare der Studienbroschüre bestellt werden. 

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handels-unternehmen. Sie erzielte einen Umsatz von rund 66 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012/13 (pro forma). Das Unternehmen ist in 31 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.