Firmenwertberichtigung schafft mehr Handlungsfreiheit für nachhaltige Neupositionierung von Real

  • Rund 450 Millionen Euro Wertberichtigung auf Goodwill aus der Übernahme von Allkauf und Kriegbaum-Märkten im Jahr 1998
  • Keine Auswirkungen auf Konzernprognose vor Sonderfaktoren
  • Umfassende Investitionen in Standorte und Services beabsichtigt

Im Zuge einer nachhaltigen Neupositionierung der Hypermarktkette Real hat die METRO GROUP Firmenwerte, die aus dem Erwerb von Unternehmen vor 17 Jahren stammen, wertberichtigt. Damit schafft die METRO GROUP eine bilanziell solide Grundlage und mehr Handlungsspielraum für die bereits erfolgreich gestartete Neuausrichtung von Real. Aufbauend auf dem bisherigen Erfolg der Neupositionierung  beabsichtigt die METRO GROUP, in den kommenden Jahren umfangreich in die Modernisierung von Standorten und Kundenservices von Real zu investieren.

„Wir haben in den vergangenen drei Jahren bereits erheblich in die Modernisierung und Neuausrichtung von Real investiert und sehen hier insbesondere im Umsatz der auf das neue Konzept umgestellten Hypermärkte sehr positive Entwicklungen“, sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Real SB-Warenhaus GmbH. „Nach den positiven Erkenntnissen, die wir aus den bisherigen Modernisierungen gewonnen haben, werden wir weiter in die Konzeptumstellung unserer Märkte investieren. Allerdings sind unsere Ergebnisse ohnehin durch Verzerrungen im deutschen Tarifgefüge sowie verstärkte Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit stark belastet. Vor diesem Hintergrund und zur Sicherung der damit verbundenen notwendigen Handlungsfreiheit haben wir diese Firmenwerte nun wertberichtigt und damit Druck aus der Bilanz genommen. Da wir eine nachhaltige Neupositionierung von Real anstreben, haben wir die Absicht, auch in den kommenden Jahren weiter in das Real-Geschäftsmodell zu investieren.“

„Konkret nimmt die METRO AG Wertberichtigungen in ihrer Konzernbilanz von rund 450 Mio. Euro vor“, erläuterte Mark Frese, Finanzvorstand der METRO AG. Der Buchwert war im Wesentlichen entstanden, als die METRO GROUP 1998 die SB-Warenhauskette Allkauf sowie die Märkte der Einzelhandelsgruppe Kriegbaum übernommen und mit Real verschmolzen hatte. „Bei der Wertberichtigung handelt es sich um einen nicht cash-wirksamen Sonderfaktor“, so Frese. Die METRO GROUP erwartet daher für den Konzern weiterhin beim wechselkursbereinigten EBIT vor Sonderfaktoren insgesamt eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.727 Mio. €.

Real hat in den vergangenen 18 Monaten massiv in verschiedene Maßnahmen für mehr Kundenorientierung investiert, darunter insbesondere in die Infrastruktur der Märkte, die Warenpräsentation und Frischesortimente, in Eigenmarken sowie in den Multi-Channel-Auftritt. Bereits 82 der insgesamt mehr als 300 Real-Hypermärkte wurden bisher modernisiert und zeigen erfreuliche Zuwächse bei Umsatz und Kundenfrequenz.
Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handels-unternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von rund 63 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 30 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.