METRO Cash & Carry gibt seinen Landesgesellschaften größeren unternehmerischen Freiraum

  • Neues Organisationsmodell stärkt Verantwortung der Länder und ersetzt den Vorstand von METRO Cash & Carry durch Team von "Operating Partners"
  • Dezentralisierung von operativen Funktionen
  • Olaf Koch: "Wert wird beim Kunden geschaffen, und durch das neue Modell werden wir schlanker, schneller und dynamischer"

METRO Cash & Carry wird künftig seinen 26 Landesgesellschaften mehr unternehmerischen Freiraum einräumen und wird dazu seine Organisationsstruktur völlig neu gestalten. Während den Länderchefs mehr als zuvor Verantwortung für operative Funktionen gegeben wird, ändert die Zentrale ihre Führungsstruktur: Statt des 9-köpfigen Vorstand von METRO Cash & Carry - dem so genannten Extended Management Board -, soll demnächst ein Team aus zehn Operating Partners jeweils zwei bis drei Länder betreuen und somit die tägliche Arbeit wesentlich kundenorientierter und näher an der lokalen Nachfrage ausrichten. Die neue Organisationsstruktur wird ab 1. Juli 2015 umgesetzt.

"Wert wird vor Ort, in den Märkten und beim Kunden geschaffen, und deswegen stärken wir jetzt die Verantwortung und den Freiraum vor Ort ein weiteres Mal", so Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der METRO AG. "Wir haben bereits in den vergangenen Jahren Entscheidungen dezentralisiert und damit die Rolle der Länderchefs gestärkt. In der nächsten Stufe wollen wir nun eine noch schlagkräftigere Struktur erzielen, mit schnelleren Entscheidungswegen und vor allem mit unternehmerisch denkenden und handelnden Länderchefs, die künftig wesentlich mehr Gewicht bei der Steuerung des Geschäfts haben werden."

Ein "Operating Board" wird das bisherige Extended Management Board von METRO Cash & Carry ersetzen mit dem Ziel, die internationalen Märkte wesentlich operativer bei Ihrer Weiterentwickelung zu unterstützen. Den Vorsitz dieser Managementgruppe als CEO übernimmt am 1. Oktober 2015 Pieter Boone, der bisher eine der erfolgreichsten Ländergesellschaften, METRO Cash & Carry Russland, geleitet hat. Wie Anfang der Woche berichtet, wird Olaf Koch, der seit 2013 zusätzlich zu seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender der METRO AG übergangsweise auch CEO von METRO Cash & Carry war, seine Position als CEO von METRO Cash & Carry an Boone abgeben und sich als Vorstandsvorsitzender der METRO AG wieder voll auf die Steuerung des Gesamtkonzerns konzentrieren.

Koch sagte: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Dank unserer Initiativen und Weichenstellungen in den vergangenen zwei Jahren haben wir bei METRO Cash & Carry jetzt sieben Quartale in Folge auf vergleichbarer Basis Wachstum erzielt. Das neue Operating Modell wird diesen positiven Trend beschleunigen. Das neue Management-Model ist ein konsequenter Schritt, den Länderchefs mehr Gestaltungsfreiheit zu geben. Statt zentraler Vorgaben wollen wir zwar weiterhin Unterstützung aus der Zentrale, aber ‚One size fits all‘ funktioniert vor Ort nicht. In Zukunft können wir uns wesentlich schneller auf lokale Nachfrage und spezielle Kundenbedürfnisse ausrichten und so unser Wachstumspotential steigern."

Im Kern besteht das weiterentwickelte Organisationsmodell, das innerhalb der kommenden 18 Monate umgesetzt werden soll, aus folgenden Elementen:

  • Jeder Länderchef erhält wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit beispielsweise in den Bereichen Marketing oder beim Betreiben der lokalen Standorte und arbeitet nach einem Wertschöpfungsplan. Seine erfolgsorientierte Bonuszahlung ist ausschließlich von der erzielten Leistung im eigenen Land abhängig.
  • Ein Operating Partner unterstützt mit einem kleinen Expertenteam den Länderchef und dessen Top-Management bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des lokalen METRO Cash & Carry-Geschäfts.
  • Einige Länder werden die Kernkompetenz für ein bestimmtes Thema übernehmen und darin alle anderen Länder unterstützen ("Föderalisierung"); so wird zum Beispiel künftig in Frankreich die operative Kernkompetenz für den Gastronomiebereich aufgebaut; die Verantwortung für diese Funktion wird dementsprechend von der Düsseldorfer Hauptverwaltung nach Paris verlagert.
  • In den Disziplinen Personalwesen, IT / IM und Finanzen werden die METRO Cash & Carry-Länder weiterhin zentral von Düsseldorf aus unterstützt; die zuständigen Hauptverantwortlichen für diese Funktionen nennen sich "Functional Partners"; gemeinsam mit den "Operating Partners" und dem CEO bilden sie das oberste Führungsgremium von METRO Cash & Carry.
  • Bindende Governance-Funktionen der METRO AG wie zum Beispiel das Audit, Controlling, Compliance, Rechnungswesen, Recht oder Steuern bleiben indes unverändert.

Durch die neue Organisationsstruktur bzw. die Dezentralisierung werden in der Düsseldorfer Hauptverwaltung von METRO Cash & Carry auch Stellen wegfallen bzw. in verschiedene Landesgesellschaften migriert. Dieser Prozess wird sehr eng in Abstimmung mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern gestaltet. Welt- bzw. unternehmensweit sollen indes bei METRO Cash & Carry keine Arbeitsplätze gestrichen werden.

Die METRO GROUP zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von rund 63 Mrd. €. Das Unternehmen ist in 30 Ländern an rund 2.200 Standorten tätig und beschäftigt rund 250.000 Mitarbeiter. Die Leistungsfähigkeit der METRO GROUP basiert auf der Stärke ihrer Vertriebsmarken, die selbstständig am Markt agieren: METRO/MAKRO Cash & Carry - international führend im Selbstbedienungsgroßhandel, Media Markt und Saturn - europäischer Marktführer im Bereich Elektrofachmärkte, Real SB-Warenhäuser sowie Galeria Kaufhof Warenhäuser.